Erziehermangel in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet

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Erziehermangel in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet

Beitragvon lelebum » 27.02.2009 20:42

Hallo ihr da draußen,

suche Leute die den Erziehermangel in Frankfurt am Main auch so spüren wie ich. Sehr viele Stellen können nicht besetzt werden. Die Zeitung sind voll mit Artikel über den Erziehermangel. In Frankfurt müssen in den nächsten Jahren über 4000 Erzieherstellen besetzt werden. Selbst in unserer Einrichtung sind momentan eingige Erzieherstellen nicht besetzt, weil keine Bewerber da sind. Und das ist nicht nur bei meinem Arbeitgeber, sonder überall.
Und ich habe hier in den Beiträgen oft gelesen, es gibt keinen Erziehermangel. Aber ich muss ihn leider täglich erleben.
Lieben Gruß
lelebum
 
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Beitragvon justine » 02.03.2009 08:23

Hallo!

In dem Fall hoffe ich ja auf die günstige Situation. :wink:
Ich suche ab Sept./Oktober 09 eine Halbtagsstelle in FFM. Na, bin ja mal gespannt....
Liebe Grüße,
Justine
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Beitragvon PanTau » 05.06.2010 16:50

Das Arbeitgeber über eine übersichtliche Anzahl von Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen klagen ist nicht neu. Ein krasser Fall der mir zu Ohren gekommen ist waren 50 Bewerbungen auf 80 offene Stellen bei einem Träger.
In meiner Gegend ist das nicht so, im Gegenteil. Da gelten Bewerbungsfristen nur wenige Tage, damit nicht zu viele Bewerbungen eingehen. Ich selbst bin glücklich eine 50%-Stelle, befristet mit Arbeitsweg von 28km gefunden zu haben. Dafür würde nicht jede Erzieherin früh morgens aufstehen. Während z.B. Pflegefachkräfte, selbst Helfer im Pflegbereich hier öfters in der Zeitung,für andere Bundesländer gesucht werden, findet man keinerlei Stellenangebote für Erzieherinnen von dort. Zumindest wird da wohl nicht genügend Werbung für betreffende Regionen gemacht.
Mich würde nun interessieren, welche Stellen nicht besetzt werden können bei Erziehermangel. Liegt es an notwendigen Zusatzqualifikationen, z.B. HPZ oder als Leiterin. Sind es Stellen als Krankheits- od. Schwangerschaftsvertretung, bei Zeitarbeitsfirmen, kleinen Trägern die keinen Tarif bezahlen, oder wegen Befristungen und TZ-Beschäftigung, usw. Oder ganz "normale" VZ-Stellen?
PanTau
 
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Beitragvon justine » 07.06.2010 00:35

PanTau hat geschrieben:Mich würde nun interessieren, welche Stellen nicht besetzt werden können bei Erziehermangel. Liegt es an notwendigen Zusatzqualifikationen, z.B. HPZ oder als Leiterin. Sind es Stellen als Krankheits- od. Schwangerschaftsvertretung, bei Zeitarbeitsfirmen, kleinen Trägern die keinen Tarif bezahlen, oder wegen Befristungen und TZ-Beschäftigung, usw. Oder ganz "normale" VZ-Stellen?

Überall fehlen Leute. Vor allem für "normale VZ-Stellen".
Liebe Grüße,
Justine
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Beitragvon larasummer » 08.06.2010 18:06

Auch bei uns in Bayern fehlen überall qulifizierte Fachkräfte. Haben für eine halbtagsstelle über ein halbes Jahr gesucht. Bei spontanen Krankheitsvertretungen schüttelt die Arge nur den Kopf. Da gibt es einfach nichts. Vor 10 Jahren habe ich mir die Finger wund geschrieben. Und nun ist im Würzburger Raum keine Kraft zu finden. Ich weiß aber auch, dass es z. B. in München auch nicht besser aussieht.
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Erziehermangel

Beitragvon Fridolina » 11.06.2010 12:44

Hallo!

Hier bei uns im Main-Tauber-Kreis ist vom Erziehermangel noch nichts zu spüren. Aber ich glaube gerne das es in größeren Städten so ist. Das was ich spüre sind Praktikantinnen für den Erzieherberuf die sich zwar anstrengen aber zum Beispiel offensichtliche Arbeit wie Sachen aufräumen, Tische abwischen, kehren usw. die für diese Dinge einfach keinen Blick haben auch wenn man es sagt, oder schon mehrmals gesagt hat. Keine Ahnung an was das liegt. Geht euch das auch manchmal so?
Ich wünsche euch allen viel Erfolg das ihr für eure freien Stellen schnell jemand qualifiziertes findet.

Viele Grüße Fridolina
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Beitragvon eon_tobias » 16.06.2010 21:05

Praktikantinnen sind ja auch keine Arbeitskräfte. Sie leben in einem geschützten Bereich und sollen ja auch noch lernen dürfen. Dass jemand hauswirtschaftliche Tätigkeiten (noch nicht) sieht, heißt nicht, dass er keine pädagogische Eignung hat.

Außerdem, wer sagt dir dass das eine fertige Kollegin (von mir aus auch seit 30 Jahren ausgelernt) das genauso sieht wie du, ich denke Kommunikation hilft in diesem Fall schon weiter.


Um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen, auch in Augsburg (Schwaben, Bayern) herrscht Fachkräftemangel. Sogar die Stzadt Augsburg hat eine Dauerstellenausschreibung für Erzieher und Kinderpfleger auf ihren Internetseiten...

LG
Tobias Schießer
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
Albert Einstein, deutsch-amerikanischer Physiker, 1879 - 1955
---
Habt ihr schon nach eurem Thema gesucht?
Forensuche | http://google.de
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Liebe Grüße von Tobias aus Augsburg
das bin ich: http://tobias-schiesser.de
Vorsitzender im Landesverband der http://waldkindergarten-bayern.de
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Beitragvon Fridolina » 17.06.2010 13:25

Hallo!

Nur um kurz auf die Praktikanten zurück zu kommen hast du sicherlich Recht Tobi das sie keine Arbeitskraft sind sondern natürlich noch lernen :lol:
Die Kommunikation habe ich bei uns verändert und zwar reden,reden,reden! Bisher klappt es gut und es geht bergauf :wink:

Viele Grüße Fridolina
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Beitragvon PanTau » 26.06.2010 08:34

Ich möchte hier nicht anzweifeln das es in einigen Regionen bereits jetzt einen ErzieherInnenmangel gibt. Allein schon beim Thema Teilzeitstellen wohl fast bundesweit. Hatte schon Beispiele angesprochen. Hier noch eines, ein Schulleiter einer Fachschule in Kassel berichtete von einem Anruf aus einer etwas entfernten Stadt, die Schule soll möglichst 100 Erzieherinnen dorthin schicken.
Dauerausschreibungen haben inzwischen schon viele Städte. Andere Gemeinden bitten darum von Initiativbewerbungen abzusehen, ausdrücklich ausgenommen erzieherische Berufe. Ab 2013 wird die Sache meiner Meinung nach dann aber wirklich flächendeckend ernst.
Vorerst bleibt meine Kritik an Arbeitgebern z.B. bei der Arbeitsagentur was für mich der erste Ansprechpartner wäre, findet man z.B. für so einige Großstädte wenig. Das angesprochene Augsburg und Region ist ein gutes Bespiel. Dort könnte man meinen, es gibt nicht wesentlich mehr Stellenangebote als durchschnittlich auch sonst überall.
Allerdings zähle ich für mich persönlich Stellen mit Zusatzqualifikationen, verlangte lange Berufserfahrung, Kenntnisse von Reformpädagogik, spielen von Musikinstrumenten, TZ-Stellen unter 30h-Woche, Fremdsprachenkenntnisse und Kirchenzugehörigkeit nicht mit. Dann siehts nicht mehr ganz so mangelhaft aus. :-) Und deshalb bin ich vorerst in meiner Region geblieben.
PanTau
 
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