Medikamentengabe

Alles rund um den Kindergarten/die Kindertagesstätte

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Medikamentengabe

Beitragvon Nightnurse » 22.06.2009 16:10

Habe eine Frage und weiß nicht wo ich nachschauen soll, daher wende ich mich an Euch.
In unserer Krippe gibt es eine Erzieherin und eine aus Russland stammende Kinderkrankenschwester. Nun ist es zum Streitgespräch gekommen, ob sie Hustensäfte und homöopathische Globulis auf Wunsch der Eltern mittags verabreichen dürfen, oder nicht. Es handelt sich bei allen Präparaten um frei verkäufliche Medikamente ohne Rezept. Könnt ihr mir weiterhelfen?
Vielen Dank, Eure Nightnurse
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Beitragvon eon_tobias » 22.06.2009 17:47

hi!
wenn sie schriftlich hat, dass die eltern das wünschen spricht nix dagegen...
lg
tobi
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
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Beitragvon Chyna » 22.06.2009 17:49

wir handhaben das auch so, wenn wir das ganze schriftlich haben.. haben auch extra einen vordruck, den die eltern dann ausfüllen
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Beitragvon Ramona » 09.07.2009 17:29

Bei uns gibt es einen Vordruck den jedoch der Arzt ausfüllt, finde ich sehr gut da die Medikamentengabe wirklich aufs Nötigste beschränkt wird und wir nicht bei jedem kleinen "Wehwehchen" beauftragt werden den Kindern was zu geben. Solch einen Vordruck kann auch ein Homöopath oder Heilpraktiker ausfüllen, denn auch die ständige Gabe von pflanzlichen Mitteln ist ja nicht unbedingt empfehlenswert.
Eine mündliche Aussage der Eltern reicht auf keinen Fall aus, da es selbst bei einem Hustensaft zu allergischen Reaktionen kommen kann und dann natürlich die Schuldfrage im Raum steht.
Fürchte Dich nicht vor dem langsamen Vorwärtskommen, fürchte Dich nur vor dem Stehenbleiben!
Ramona
 
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Beitragvon anjaester » 22.07.2009 12:24

Hallo,

einfach so auf eine mündliche Absprache würde ich mich nicht verlassen! Da kann euch ein Strick draus gedreht werden.

Ich würde einen Vordruck erstellen, den Eltern mitnehmen können. Da gibt es ja verschiedene Problemfälle, die eine eventuelle Gabe von Medikamenten erfordern:
- chronisch kranke Kinder, die Medikamente nehmen müssen und bei denen auch in einem Notfall etwas gegeben werden muss. Eventuell ist hier sogar eine Einweisung durch einen Arzt erforderlich (z.B. Diabetes, Herzproblem oder ähnliches)
- leicht erkrankte Kinder, bei denen über einen bestimmten Zeitraum ein Medikament gegeben werden muss und die Einnahme in die Betreuungszeit fällt
- Medikamente, die in bestimmten Situationen gegeben werden sollen

Grundsätzlich sollte neben den Eltern auch ein Arzt das ganze bestätigen, dann seid ihr abgesichert. Im Zweifel kann dann auch der Arzt befragt werden, ob das in der Situation richtig ist, bzw. was bei Problemen gemacht werden soll.

Viele Grüße
anja
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Beitragvon Muchai » 29.07.2009 12:40

Die Vorrednerinnen haben vollkommen recht.

Auch eine Krankenschwester darf in der Klinik nur nach Anordnung des Arztes Medikamente verabreichen. (Ist ihre Ausbildung hier überhaupt anerkannt?)
Muchai
 
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Beitragvon Fleur » 15.10.2009 07:26

Ihr müsst zuerst mit dem Träger reden. Bei uns (Stadt) ist es vollkommen verboten, Hustensäfte und Co zu verabreichen.
Im Bildungs- und Betreuungsvertrag ist ein Anhang, indem der Arzt eine Medikamentenvergabe verordnet und die Dosierung genau aufschreibt und etwas anderes dürfen wir nicht verabreichen.
Du kannst da in Teufels Küche kommen, wenn Du einfach irgendwelche Medis verabreichst, die die Eltern für gut halten.
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Hallo

Beitragvon larasummer » 22.10.2009 23:13

Ich hatte neulich einen Fall, in dem genau die Frage "Lebenswichtig" war. Dürfen wir Medikamente geben oder nicht: Hier die Antworten, die ich mir beim Gesundheitsamt, dem GUV und nicht zuletzt vom Ministerium geholt habe: Wir brauchen die schriftliche Einwilligung der Eltern, die genaue Anweisung des Arztes (super wäre eine Entbindung der Schweigepflicht und eine Unterweisung des Teams) und der Träger sollte auch damit einverstanden sein. Fakt ist: wenn wir ein Kind aufnehmen, das besondere med. Betreuung (Lebensmittelallergie, Insulin,...) braucht, müssen wir alles tun, damit das Kind bei uns gut betreut ist. Aber: wir müssen es nicht aufnehmen. Aber die letzendliche Verantwortung können wir trotzdem nicht abgeben. (Wenn wir grob fahrlässig handeln - aber das ist ja immer so).
"Harmlosere" Sachen, wie z. B. Hustensaft noch zwei Tage zu geben oder so, muß auch von den Eltern unterschrieben werden. Das Medikament darf natürlich nicht in der Tasche des Kindes bleiben, sondern muss ordungsgemäß gelagert werden werden (evtl Kühlschrank). Aber das wissen wir ja alle.
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Beitragvon Chyna » 22.10.2009 23:51

aber gerade bei diabetes, schweren anderen krankheiten, die mit medikamenteneinnahme verbunden sind etc. bekommt man eine einweisung in die materie..
bei uns war jedesmal eine fachkraft da, die in einer gesprächsrunde mit betreuern und eltern über alles aufgeklärt hat.

natürlich muss man aber auch die einzelnen medikamente o.ä. beachten: handelt es sich um tabletten, globuli, saft, inhalator oder was auch immer..
Chyna
 
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