Essen - ein muss, selbs wenn die Kinder das nicht mögen?

Alles rund um den Kindergarten/die Kindertagesstätte

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Beitragvon Lilly » 18.02.2010 22:40

Da sagst du was!

Die bestimmten Erzieherinnen...siehe oben in meinem Beitrag...essen selber nicht jedesmal mit, weil sie dies oder jenes nicht mögen...

Ihr neuester Spruch war, dass die Kinder wieder jedesmal neu probieren sollen, weil sie ja gar nicht wissen, ob diesmal nicht ein anderer Koch gekocht hat.

Na gut, ich bin jetzt nicht mehr dort und habe auch eine nicht gerade tolle Beurteilung bekommen.
Dafür kann ich mich aber noch selber im Spiegel anschauen!
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aber

Beitragvon Nicole'' » 24.02.2010 11:26

dazu muss ich folgendes in sagen:
wir bekommen unser essen geliefert. meist in 3 verschiedenen behältern.. es befindet sich dann in einem beispielsweise fleisch, in einem kartoffeln und im dritten salat.
und dann gibt es kinder die NUR kartoffeln wollen und den rest nicht anrühren aber ausschließlich aus dem grund, weil sie gerade NUR auf kartoffeln lust haben.. und ich finde das geht nicht!
jedes kind bekommt immer aus jedem topf etwas auf den teller.. soll dann von jedem eine winzige gabel probieren und kann sich dann von dem was ihm schmeckt so viel nachschlag holen, wie es möchte.
ich empfinde das auch nicht als zwang sondern viel mehr als regel, die bei uns von allen Kindern akzeptiert wird. (und wenn man bei einem kind genau weiß, dass es beispielsweise tomaten nicht leiden kann, wird es auch nicht gezwungen diese zu essen)
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Beitragvon eon_tobias » 24.02.2010 15:19

@nicole''

ich finde jede regel die es nicht braucht um das zusammenleben im positiven zu gestalten ist eine regel zu viel. ist aber nur meine meinung. ich will auch nicht gezwungen sein rehbraten zu essen, nur weil es bei unserer verwandtschaft einfach zum guten ton gehört... (fiktives beispiel)

lg
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..

Beitragvon Nicole'' » 24.02.2010 15:55

es geht mir hierbei auch in keinerlei hinsicht darum den kindern meinen willen aufzuzwingen oder sie zu schikanieren..
nun stellt euch mal vor.. bei meinem im ersten eintrag genannten beispiel.. es gibt fleisch, mit kartoffeln und salat.. und alle kinder möchten am liebsten ausschließlich kartoffeln essen.. abgesehen davon, dass dann die menge gar nicht ausreicht, damit alle satt werden, müsste man dann den rest des essens wegschmeissen..

wenn ein kind etwas nicht mag, muss es das auch nicht essen.
aber es geht nicht, dass sie NUR ausschließlich von dem essen, was sie am liebsten mögen (was meistens die beilage ist und bei allen kindern gleich)
obwohl ihnen das restliche essen auch schmecken würde..

es fällt mir momentan schwer, es so zu schildern wies im alltag tatsächlich geschieht. ich hoffe es wird nicht falsch verstanden!
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Beitragvon eon_tobias » 24.02.2010 19:41

hallo nicole!

das kann ich gut verstehen. ich persönlich habe halt eine etwas andere denkweise, aber das ist ja nicht schlimm. wenn alle gleich wären wärs ja langweilig.

es gibt immer mehrere methoden, immer mehrere wege zum gleichen ziel..
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Beitragvon Fleur » 24.02.2010 21:01

Genau darum geht es ja.

Warum sollen sie denn nicht nur Kartoffeln essen, wenn sie nur Kartoffeln wollen?
Wenn Du Dir etwas bestellst, dann doch auch nur das, was Du magst oder?

Wir bekommen unser Essen auch im Container geliefert und es ist nicht unbegrenzt da. Aber sei doch mal ehrlich- was würde passieren, wenn zwei Kinder nur Kartoffeln wollen? Nichts- weil nicht alle 20 nur Kartoffeln wollen. Dafür wollen zwei andere nur Fleisch- na und?

Und Du hast doch im Blick, was und wieviel sie essen. Und wenn sie mehr Kartoffeln essen wollen, als laut "Plan" für sie zusteht, dann kannst Du sie bitten mit dem nachnehmen noch etwas zu warten, bis die anderen Kinder damit durch sind und dann können sie sich an ihrem Favortiten satt essen. Und gleichzeitig kannst Du ihnen anbieten, sich von dem anderen Essen zu nehmen, wenn sie es wollen. Somit endscheiden sie selbst.
Genau durch diese zwanghafte probieren müssen, stören wir die natürliche, angeborene Essweise der Kinder und programmieren Essfehler und Störrungen. Weil sie nicht mehr auf ihren Körper hören dürfen.

Ich möchte Euch noch einmal, auch wenns schon nen Bart hat, das Buch "Jedes KInd kann Essen lernen" empfehlen. Danach geht Ihr mit der Essenssituation wesendlich entspannter um und lasst den Druck weg.
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Beitragvon eon_tobias » 24.02.2010 21:24

ich für meinen teil muss dabei da gerade an das thema suchtprävention denken. wie wohl soll man lernen dem eigenem körper zu glauben, was ihm gut tut, wenn man es nicht darf.

hier ein guter link zum thema: 7 Bausteine

lg
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Beitragvon Teddybär » 25.02.2010 23:13

Hallo,
und wo ist das Problem,mehr " Beilagen" zu bestellen?
Der eine mag dies,der andere das------jeder hat einen eigenen Geschmack.
Ich esse kein Fleisch und somit esse ich an manchen Tagen nur Kartoffeln oder Gemüse-------die Welt geht davon nicht unter und keiner wird geschädigt!
Das Problem ist einfach------Machtkampf und bloß nicht diesen " Wurzelzwergen" eine eigene Meinung zu gestehen,da könnte man ja sein Gesicht verlieren!
Essen soll ein Genuß sein und nicht ein persönlicher Krieg!
um aufstehen zu können, muss man mindestens einmal hingefallen sein
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Beitragvon eon_tobias » 28.02.2010 11:34

hallo!
auch ich bin deiner meinung, was mein link zum thema suchtpräventiuon eigentlich auch aufzeigen wollte.

dennoch gibt es rahmenbedingungen die einfach festgelegt sind. wenn es wiklich nur um mehr beilagen geht und immer die kartoffel gegessen werden kann man darauf sicher reagieren. wenn aber unsere kinder im wald (die waren gemeint mit wurzelzwergen, oder?) jetzt gerade lust haben alle kola zu saufen muss ich gleich aus zwei gründen sagen geht nicht: erstens passts nicht zu meinem konzept und auch nicht zur einrichtungskonzeption (das sind dann die sog. machtspielchen, es geht aber vielleicht nicht nur um macht sondern man hat sich dabei auch was gedacht) und zweitens hab ich halt einfach keine kiste kola dabei. das sind dann die rahmenbedingungen. nicht immer kann man diese ändern (wer trägt die kiste dann mit sich rum?) und auch dann ist es nicht immer gewünscht...

lg
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Beitragvon Fleur » 05.03.2010 17:22

Ich glaube "Wurzelzwerge" war als Allgemeinbegriff für kleine Kinder gedacht.

Fakt ist, Essen soll Spaß machen und die Kinder sollen sich und ihrem Körper trauen, denn der sagt Ihnen, was für sie wichtig ist.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, das kleine Kinder instinktiv essen, was an genau diesem Tag für ihren Körper wichtig ist- wenn man sie läßt und sie nicht zwingt, etwas zu essen, das sie nicht mögen. Dann behalten sie diese Fähigkeit für ihr Leben und werden wunderbar gesunde Menschen.
Wenn man ihnen allerdings suggeriert, das sie ihrem Körper nicht trauen dürfen, sondern wenn sie etwas sie ablehnen müssen sie es unbedingt probieren, stellen wir die Weichen auf Missachtung und leider ist das keine Suchtprävention sondern das Gegenteil.
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Beitragvon bibi dumon takk » 30.07.2010 00:34

Wir haben da folgende Lösung gefunden, den Eltern ist es wichtig das die Kinder etwas essen. Was ist den Eltern egal, einmal machen wir Miniportionen und die Kinder können immer nachnehmen , das klappt ganz gut. Ansonsten haben wir immer sehr viel Rohkost und Obst bei jedem Essen, da die Küche das anbietet. So ist es gewiss, das jedes Kind etwas gegessen hat wenn es den Tisch verlässt.
"Wann sollte ein Kind laufen und sprechen? Dann, wenn es läuft und spricht. Wann sollten die Zähnchen durchbrechen? Eben dann, wenn sie sich zeigen. Auch die Fontanelle sollte dann zuwachsen, wenn sie sich eben von selbst schliesst. Und das Kind sollte so lange schlafen, bis es ausgeschlafen ist." J Korczak
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Beitragvon Teddybär » 14.08.2010 22:31

Hallo,ich habe eine neue Kollegin und die meinte auch,das Kinder alles essen müssen,weil sie sonst krank werden--------so ein Blödsinn!
Ich werde im ganzen Leben kein Kind zwingen,etwas zu probieren,was es nicht möchte.
Essen soll Spaß machen und nicht als Kampf empfunden werden.
Ich habe bis jetzt nur gute Erfahrungen damit gemacht,den Kindern,die freie Wahl zu lassen.
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