Probleme mit Kiga-Leiterin

Alles rund um den Kindergarten/die Kindertagesstätte

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Probleme mit Kiga-Leiterin

Beitragvon dominik » 25.04.2005 13:53

Eins vorneweg. Hier geht es um meine Freundin, nicht um mich. Nur so langsam mache ich mir ernsthafte Sorgen über sie. Aber ich fang einfach mal von vorne an:

Meine Freundin (Alter: 24) hatte nach ihrer Ausbildung eine Stelle als Zweitkraft. Als dann ihre Gruppenleiterin schwanger wurde, wurde sie zur Gruppenleiterin.
Ihr hat es in diesem KiGa immer sehr gut gefallen. Das Team war spitze und mit den Kindern/Eltern gab es absolut keine Probleme. Allerdings war die Stelle befristet auf zwei jahre.

Ende 2003 wurde dann ein neuer KiGa gebaut und die Stelle als Gruppenleiterin ausgeschrieben. Da die Stelle unbefristet (normalerweise werden hier in der Region nur noch befristete Stellen ausgeschrieben) hat Sie sich beworben und wurde auch genommen.

Das Team besteht aus einer Gruppenleiterin (die vorher schon den Ruf hatte etwas "schwerig" zu sein; Alter: ca. 35-40), meiner Freundin als Gruppenleiterin, Erzieherin als Zweitkraft (Alter: 23) und einer Kinderpflegerin als Zweitkraft (Alter: ca. 40). Der Kindergarten ist wie gesagt neu und wurde im April 2004 eröffnet. Das Wohngebiet ist sehr exklusiv, dementsprechend betucht auch die Eltern, die aber voll mitarbeiten und sehr nett sind.

Ok, nun zum eigentlich Probelm. Also am Anfang lief alles gut, doch seit mitte letzten Jahres wurde es ein wenig komisch. Die Leiterin wurde zunehmend forscher meiner Freundin gegenüber. Sie wurde immer kleinlicher ihr gegenüber. Es hat sich dann hochgeschaukelt bis es mal zu einem Gespräch kam, dass sich meine Freundin sehr zu herzen nahm und versucht hat der Leiterin zu entsprechen... Nur hat das ganze dann wieder angefangen. Um euch mal zu verdeutlichen wie die KigaLeiterin "so drauf ist":

-Sie regt es auf, wenn von einem Joghurtbecher der Deckel nicht vollständig abgezogen wurde, sondern nur halb. Wenn dann der Becher umfällt und etwas Dreck auf dem Tisch hinterlässt, dann tickt sie aus (!!!)

-Es werden in Teamsitzungen Dinge ausgemacht wie z.B. Wann mit dem Frühstück anfängt und ob man anfängt obwohl Kinder noch fehlen... Wenn man das dann so handhabt spinnt sie wieder rum, weil noch nicht alle Kinder da sind

- Unter dem Tisch lagen noch Papierschnipsel rum, da is sie fast durchgedreht

-es gibt viele Beispiele...

Naja, meine Freundin wird mittlerweile für alles verantworlich gemacht, sei es dass über das WE vergessen wurde ein Fenster (gekippt) zuzumachen (War dann nachweislich die KiGa Leiterin, aber die macht trotzdem die Freundin verantworlich), oder die Heizung über das WE nicht ausgemacht wurde(Wobei meine Freundin noch nicht einmal weiß wo man die Heizung ein-/auschalten kann). Oder dann ging es darum ein Kind zu beurteilen, es hat offensichtlich einen Rückstand in der Sprachentwicklung. Das bestätigen alle drei Kolleginnen, nur die KiGa-Leiterin sagt dass das nicht stimmt, und dann ist das auch so. Fertig.

Das Problem ist also, dass Sie ständig meine Freundin für Dinge verantwortlich macht für die sie überhaupt nichts kann. Und das ist nur bei ihr so, mit den beiden anderen Kolleginnen kommt die Leiterin bestens aus. Aber selbst die Erzieherin in Zweitkraft hat schon bestätigt, dass die Leiterin meine Freundin benachteiligt behandelt. Das fängt schon morgens in der Küche an, die Leiterin gibt beiden Kolleginnen eine Tasse nur meiner Freundin nicht...

Nun ja, lange Rede kurzer Sinn. Diese Tatsachen machen meine Freundin ziemlich fertig. Es geht so weit dass sie an nichts anderes mehr denkt und sogar schon davon träumt dass die Leiterin sagt "das macht alles keinen sinn mehr wir wollen dich hier nicht mehr..."
Gespräche zwischen den Zweien bringen zwar immer etwas Besserung, aber der NAchgeschmack bleibt halt doch.

Wie kann ich ihr helfen, dass Sie wieder mit Freude in den KiGa geht oder davon zurückkommt. Mit den Eltern, den Kindern und den anderen Kollegen läuft es ja auch bestens. Sie hat Angst zu Ihrer Fachberatung zu gehen, da die sich dort die Leiterin erfolgreich eingeschleimt hat.

Meine Freundin wurde übrigens auch schon von Eltern angesprochen, dass ihr kind zuhause erzählt hat sie wurden von der Leiterin angeschrien usw. Sie kann sich also auch bei Kindern nicht immer zurückhalten!
dominik
 
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Beitragvon Nicola » 29.04.2005 18:17

Hallo Dominik,
:? Das hört sich ja wirklich übel an!!!!
Was für einen Träger hat der Kindergarten???
Hier wäre, sollte sich nach vier Augengesprächen keine Besserung einstellen, der Ansprechpartner zu suchen.
Als erstes rate ich deiner Freundin sollte sie ein Gedächnisprotokoll führen, in dem sie die Vorfälle detailiert beschreibt.
Auf dieses Protokoll würde ich die Leiterin aufmerksam machen mit dem Hinweis, sollte sie sich nicht "normal" verhalten sich an den Träger zuwenden.
Dann gibt es noch Supervisionen die ebenfalls über den Träger zu beantragen sind. Auch könnte sie sich im schlimmsten Fall an die Erzieherinnen Gewerkschaft helfen.
Ich wünsche dir und deiner Freundin viel Erfolg.
Nicola
Nicola
 
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Beitragvon Mary1982 » 15.05.2005 20:13

Hallo!!

Das tut mir für deine Freundin echt leid.
Frag deine Freundin doch einfach mal, ob es bei ihr im Kindergarten eine Person gibt, die bei der Mitarbeitervertretung ist.
Diese Person ist dafür zuständig, mit dem Träger zusammen die Probleme aus dem Weg zu schaffen.
Das geht natürlich nur, wenn deine Freundin sich mit dieser Person gut versteht.
Ach, noch was. Diese Person findet sie, bei ihr im Kindergarten.
Drücke ihr die Daumen!!!!

Das ist natürlich der Extremweg!!!!!
Mary1982
 


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