Erfahrungen mit Piercings im Gesicht?

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Erfahrungen mit Piercings im Gesicht?

Beitragvon elke86 » 04.06.2009 10:46

Hey,
ich fange im August mit ner Ausbildung zu Sozialassistentin an und anschließend Erzieherin. Jetzt wollte ich mir gern ein Piercing an der Unterlippe stechen lassen, weis aber nicht wie das so ankommt in späteren Praktika in der Kita.
Hat jemand Erfahrungen mit sichtbaren Piercings in ner Kita oder auch anderswo gemacht?
Würde mich sehr freuen, wenn sich jemand meldet!
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Beitragvon Sunny81 » 05.06.2009 00:18

Ich denke es kommt auf das Piercing an...ist es klein und ästhetisch - okay! Von so einem Stachelzeugs oder auffallenden Schmuckstücken würde ich aber abraten.
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Piercings im Gesicht

Beitragvon Fridolina » 07.06.2009 12:48

Hallo Elke 86!
Ich hab ein Piercing in der Nase einen kleinen Stecker, hatte damit bisher noch nie Probleme. In der Zunge hebe ich auch eins aber auch da hat noch nie jemand was gesagt außer die Kinder die fragen was denn das ist,...
Liebe Grüße Fridolina
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Beitragvon elke86 » 07.06.2009 21:35

na wenn dann soll es ne dezente kleine kugel werden!
also auf keinen fall so ein stachel oder ähnliches!
bin noch für weitere meinungen offen!
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Beitragvon rockabella » 13.06.2009 12:43

hallöchen!
also ich habe auch zwei piercings in der unterlippe und arbeite nun seit fast 2 jahren in einer einrichtung und bis jetzt hat noch niemand etwas dazu gesagt!mit ausnahme der Kinder,die dann zu ihren eltern sagen sie wollen doch auch gerne ein piercing haben. :P
eine erzieherin aus der einrichtung hat auch einen nasenstecker und eine weitere hat chinesische tattoos auf dem unterarm, also sichtbar für alle.
dazu m uss man sagen, dass der großteil der angestellten auch noch nicht sooo alt sind :)
aber ich glaube soo spießig geht es nicht mehr überall zu, also ich hoffe es. denn ein piercing oder ein tattoo hat ja nichts direkt mit deinem charakter zu tun und schon gar nicht mit deinen fähigkeiten, nicht wahr...!
man sollte sich da von niemandem reinreden lassen, der sagt dass man kein job findet wenn man sich 1!!! (oder 2!) sichtbare piercings stechen lässt!man sollte dazu stehen, dann klappt das schon....
vlg
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Beitragvon Peter T. » 13.06.2009 19:01

Ja, es könnte die Chancen auf Anstellung bei Einrichtungen in sozialen Brennpunkten erhöhen. Kinder aus benachteiligten Schichten erleben somit
"hautnah" , dass Devianz nicht nur ein Privileg ihrer bildungsfernen Elternteile
ist. Ferner gäbe es Gesprächsanlässe mit Kindern zum Thema: " Warum gebe ich Geld aus, gehe gesundheitliche Risiken ein, um Auszusehen wie Menschen in nachmittäglichen Talkshows auf Privatsendern mit IQ Defiziten und präkonventionell individualistischen Moralvorstellungen?.....
Ich weiß schon die Antwort: "Weil isch das escht geil finde"
"Medienkompetenz" wäre dann das Stichwort.
Gruß Peter T.
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Beitragvon rockabella » 13.06.2009 21:09

du meinst also alle die ein piercing haben bzw auf irgendeine andere Art und Weise ihre Körper und ihr Aussehen verändern sind unterprivilegiert und bekommen nichts in ihrem Leben zustande?
Entschuldigung dann ist das eine ziemlich eingeschränkte Sichtweise...
gruß juliane
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Beitragvon rockabella » 13.06.2009 21:32

schon einmal was von persönlicher Authentizität gehört?
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Beitragvon Peter T. » 14.06.2009 10:09

Hallo Rockabella,

ich brauche gar nicht zu argumentieren. Die Statisik gäbe mir recht.
Oder anders gefragt: Wo findet man die meisten so "geschmückten"
Menschen?... Unter Nobelpreisträgern oder unter jugendlichen Schulversagern?
Vorurteile zu haben kann lebenswichtig sein, spätestens dann, wenn man nachts einer Gruppe glatzköpfiger junger Männer begegnet mit Baseballschlägern in der Hand.... Mein erster Gedanke wäre nicht, dass es sich vielleicht um eine Sportgruppe handeln könnte, die einer Chemotherapie
bedurfte und Freude am Fallschirmspringen hat. Tatsächlich würde ich die
Flucht ergreifen.....und Du sicher auch.
Mit Deinem bewusst gewähltem Erscheinungsbild transportierst Du eine Botschaft. Die könnte lauten: Ich gehöre nicht zu Euch, sondern zu......?
Ich mach, was ich will und halte mich nicht an bürgerliche Normen. Ergo
an unbürgerliche Normen. Wie könnten diese wohl lauten?
Gruß Peter T.
Peter T.
 
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Beitragvon eon_tobias » 15.06.2009 14:45

hallo ihr!

mit den jahren hat sich das wohl auch etwas gewandelt. ich hab zwar in den zeiten an die ich jetzt denk noch nicth als erzieher gearbeitet aber früher war das sicher nicht unproblmatisch sich zu behängen oder zu bepinseln. spätestens seit der zeit der arschgeweihe sind tatoos aber in der gesellschaft eher akzeptiert weil nicht mehr nur ein typ mensch sich ein tatoo stechen lässt. viele der muttis von heute haben solch eine phase selbst schon hinter sich. ich hab eine kollegin mit tatoo hinten am hals, eine frau, die jahrelang ein zungenpiercing hatte und einige verwandschaft, wo es nicht ganz so "harmlos" aussieht. trotzdem komme ich mit allen sehr gut zurecht und besagte personen haben auch nicht viele probleme wegen der tatoos oder piercings. man darf allerdings nie die person übersehen, die hinter dem körperschmuck steht...

meine meinung: wers braucht, der soll.... dann aber auch dazu stehen...

lg
tobi
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
Albert Einstein, deutsch-amerikanischer Physiker, 1879 - 1955
---
Habt ihr schon nach eurem Thema gesucht?
Forensuche | http://google.de
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Liebe Grüße von Tobias aus Augsburg
das bin ich: http://tobias-schiesser.de
Vorsitzender im Landesverband der http://waldkindergarten-bayern.de
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Beitragvon Peter T. » 15.06.2009 22:11

Hallo Tobi;
.....Zitat: "Man darf nie die Person übersehen, die......."
Richtig! Wahr! ... Aber wer hat die Zeit, das intellektuelle Vermögen, die Geduld? - Nicht der Busfahrer, der dir die Tür vor der beringten Nase zumacht. Nicht der potentielle Vermieter, der leider schon vermietet hat. Vielleicht auch nicht die gestresste Koordinatorin einer OGS, die keine weiteren Probleme haben will und daher viel Erfolg auf der weiteren Suche wünscht.//
....Sehe soeben den Privatsender Sat 1. Thema: "Die Superlehrer" und
"Jugendcoach O. Lück". Die Problemjugendlichen sind...... na was wohl?.. Ja!
Gepiercst und bemalt! Und die geschiedenen, hilflosen Mütter? Och!... Der eine Vater neigt zum Alkohol, der Andere zu härteren Drogen.
Warum soll ich mir also diese Insignien/Stigamta freiwillig verpassen wollen?
Gruß Peter T.
@ Rockabella
Zu meiner "persönlichen Authentiztät" gehören Stöckelschuhe, Netzstrümpfe und eine Gummiente, die ich hinter mir herziehe...... Leider
habe ich alle Freunde verloren... und meinen Arbeitsplatz. Traurig, wie man sich ins gesellschaftliche Aus begeben kann. - Alles Spießer!..
Erziehung ist zu wichtig, als dass man sie nur den Frauen überlassen sollte. Von mir? Glaube schon!
Peter T.
 
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Beitragvon elke86 » 16.06.2009 15:57

oh!hätte nicht gedacht, dass ich da so´ne diskussion hervorrufe!
bin aber nicht der meinung von peter t. ! habe auch schon 2 tattoos davon eins ständig sichtbar im nacken. und ich habe abi und schon eine abgeschlossenen berufsausbildung. lebe mit meinem partner in ner eigenen wohnung, die wir selbst finanzieren und bin auch noch nicht vorbestraft o.ä.! also ich sage nur ausnahmen bestätigen die regel und klar gibt es immer schwarze schafe.
ich kenne aber auch viele leute, die tättoowiert sind und mit beiden beinen im leben stehen und berufe ausüben, kinder haben und nicht "assozial" sind (darunter z.bsp. auch 2 polizisten und bundeswehrangestellte) !!
@ peter t. bist du eigentlich selbst gepierct oder tättoowiert und hast damit so schlechte erfahrungen gemacht oder warum denkst du so engstirnig!!??
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Beitragvon Peter T. » 23.06.2009 11:28

.....weil ich ein alter Knacker bin! Davon gibt´s ne ganze Menge auf der Welt.
"Wertkonservativ"könnte man es auch nennen....Nein. Diese Mode ist mir
einfach zu rückschritlich. Schlechterdings kann ich mich auch nicht mit einer unterpreviligierten männlichen Gruppe junger Afroamerikaner identifizieren, die schimpfend um brennende Mülltonnen tanzen, die Hosen im Schritt, da man ihnen im Knast die Gürtel abgenommen hat, begleitet von halbnacktem "Dekomaterial" Ich nenne es frauenverachtend und dazu gesellschaftszersetzend.....Auch wir waren einmal der Schrecken
unserer Gesellschaft und wollten uns abgrenzen, wollten jedoch positive Signale setzen. Love - Peace - Freedom. Dazu gingen wir demonstrierend
auf die Straße.

Gruß Peter T.
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