Heimkinder warten auf Entschädigung für ihr Martyrium !

Alles rung um die Themen Heim- und Jugendarbeit

Moderator: Team

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 17.09.2016 12:07

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Am 31.05.2016 erschien in der Braunschweiger Zeitung @ http://www.braunschweiger-zeitung.de/region/ehemalige-heimkinder-klagen-an-id2312700.html ein Artikel mit folgender Überschrift:

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Ehemalige Heimkinder klagen an

Braunschweig. Viele, die vor Jahrzehnten misshandelt wurden, warten auf Wiedergutmachung – auch der Braunschweiger Dieter Maikowski.
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Dieser Artikel steht mir nicht zur Verfügung; man kann ihn nur gegen die Zahlung einer Gebühr einblicken und lesen (die meisten von uns wissen also leider nicht was Dieter Maikowskis Geschichte war und ist).

Zu diesem Artikel hat der ehemalige Erzieher, Pfarrer Erich Helmer (der damals [1968] dort in FREISTATT nur vorrübergehend angestellt war) folgenden Leserkommentar abgegeben; und er hat mir gerade (am 16.09.2016) eine Kopie dieses seines Leserkommentars zukommen lassen:

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Auf Ihren Artikel vom 31.05[.2016] "Heimkinder klagen an" nehme ich Bezug und möchte dazu Stellung nehmen:

Ihr Artikel von Herrn Dieter Maikowski hat mich sehr betroffen gemacht, denn plötzlich stand jene Zeit vor mir, die ich nach meiner Verabschiedung als Militärpfarrer erlebt habe. Von meinem damaligen Militärbischof hatte ich für die Zeit bis zur Übernahme einer neuen Stelle ein Angebot angenommen, vorübergehend als Hilfskraft in der "
diakonischen Erziehungsanstalt" (also einer kirchlichen Einrichtung!) in FREISTATT bei Diepholz mitzuwirken. Nach meiner dortigen Ankunft wurde mir gesagt: "Wir haben hier junge Leute, die aber streng "angefasst" werden müssen, weil sie lernen müssen, sich der Umwelt anzupassen, wir erwarten also Hilfestellung in der Erziehung."

Was ich dann erlebte war mehr als erschreckend. Ich nenne nur einige Beispiele:

Jeder Tag begann schon sehr früh, oft um fünf Uhr. Nach dem "Bettenbau" wurde kontrolliert, ob alles in Ordnung war. War der Fußboden nicht sauber genug, mußten die Heiminsassen mit ihrer Zahnbürste (!) den Boden putzen. Streikte einer, so bekam er Faustschläge.

Beim Frühstückstisch in einem Eßsaal saßen alle an den Tischen und bekamen meistens Haferbrei oder eine andere Mehlspeise. Wir - die "Erzieher" saßen gegenüber an einem gesonderten Tisch und bekamen Butter, Wurst oder Schinken, jeweils einen üppigen Frühstückstisch.

Nach dem Antreten zur Tagesarbeit gab es Boxhiebe oder Fußtritte für alle, die nicht schnell genug waren oder eine eigene Meinung laut werden ließen. Das Torfstechen, war so gestaltet, dass es nach Zeit und Leistung ging und wehe dem, der versuchte, einen Moment zu pausieren.

Ich war entsetzt über alle diese Dinge und forderte mehr Mitmenschlichkeit, Geduld und Liebe, man sei doch eine kirchliche Einrichtung...! Die Antwort war: das sei man auch, aber hier käme man nur mit Härte und Zwangsmethoden weiter...

Ich habe das Verhalten meinem damaligen Militärbischof und der zuständigen Landeskirche mitgeteilt.


Es änderte sich nichts.

Es ist unmöglich, alle erlebten Zustände aufzuschreiben.

Mein Versuch, den jungen – angeblich so schwierigen – Menschen ein klein wenig liebevoller zu begegnen fand kein Verständnis bei den "Erziehern".

Und das bei einem diakonischen Werk !!

Ich kann Herrn Maikowski nur wünschen, dass er eine Wiedergutmachung von der Kirche bekommt.

Erich Helmer, Peine (93 Jahre)

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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 18.09.2016 10:30

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Dieser Thread »Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND« @ http://www.erzieherin-online.de/diskussion/brett/viewtopic.php?p=8968#p896822 (Siehe einleitenden Beitrag oben) wurde von mir aus gutem Grund hier im ERZIEHERIN-ONLINE.DE-Forum schon am Donnerstag, 4. Februar 2016, um 03:06 Uhr (MEZ/CET) eröffnet (bzw. auch dies als ein wichtiges Thema von mir angesprochen!). Wer selbst persönliches Wissen was dieses Thema betrifft hat, sollte dies unbedingt kund tun.

Jetzt schon mal erscheint diesbezüglich folgende Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Sozial.Geschichte Online 19 (2016) S. 61–113


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Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der HeimgeschichteArzneimittelstudien an Heimkindern, SILVIA WAGNER, Sozial.Geschichte Online 19 (2016) [ @ http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42079/04_Wagner_Heime.pdf (insgesamt 54 digitale Seiten --- anfangend auf Seite 61 der Drucksache selbst --- Abschluss auf Seite 113 der Drucksache selbst) ]

[
„Dies ist eine Veröffentlichung der Sozial.Geschichte Online lizenziert nach [Creative Commons – CC BY-NC-ND 3.0]“ --- Dieser Hinweis, am Ende des Originals dieses Artikels ist noch etwas länger und detaillierter. Jeder sollte selbst dort nachsehen und sich genau informieren. ]

1. Einleitung

Obwohl ehemalige Heimkinder immer wieder berichteten, dass ihnen in den Erziehungseinrichtungen in dem Zeitraum von 1950 bis etwa Mitte der 1970er Jahre zum Teil über Jahre sedierende Arzneimittel verabreicht wurden, ist dieser Aspekt der Heimgeschichte bisher nur ansatzweise aufgearbeitet worden. Einige der Betroffenen äußerten die Vermutung, dass an ihnen Arzneimittelstudien durchgeführt worden seien. Als der Runde Tisch Heimerziehung (RTH) im Jahre 2009 seine Arbeit aufnahm, forderten ehemalige Heimkinder deshalb, dass auch das Thema Arzneimittel dort Beachtung finden sollte. Dies wurde jedoch abgelehnt. Im Abschlussbericht des RTH finden nur die Verabreichung der Medikamente und eine Arzneimittelstudie an Heimkindern über die Prüfung des Neuroleptikums Truxal in dem Heim Neu-Düsselthal Erwähnung.
1 In dieser Studie heißt es:

„Wenn es im Rahmen der Heimerziehung zu generellen und kollektiven Behandlungen bzw. Sedierungen gekommen ist, die weniger den Kindern und Jugendlichen als der Disziplin im Heimalltag oder gar der Erforschung von Medikamenten zuträglich waren, ist dies als Missbrauch zu beurteilen und erfüllt ggf. den Tatbestand der (schweren) Körperverletzung – auch nach damaligen Maßstäben. Ob und in welchem Umfang eine solche Praxis vorkam, kann jedoch so viele Jahre später schwer beurteilt werden“.
2

In diesem Beitrag werden erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes zusammengefasst, die eine neue Perspektive auf die Prüfung von Arzneimitteln in Heimen zwischen den 1950er und Mitte der 1970er Jahre ermöglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Studie von Neu-Düsselthal keine Ausnahme war, sondern dass in dem genannten Zeitraum in deutlich größerem Ausmaß als bisher bekannt Arzneimittelstudien an Heimkindern durchgeführt wurden. Der Beitrag rückt die Rolle der Medizin und Mediziner, die in der bisherigen Aufarbeitung der Geschichte der Heimkinder weitgehend unberücksichtigt blieb, in den Fokus.

Untersucht wird in dieser Arbeit zunächst die Situation in der BRD. Einen Vergleich zur DDR ist nur ansatzweise möglich (siehe Abschnitt 5.1). Eine Studie von Karsten Laudien und Christian Sachse liefert erste Hinweise über Arzneimittelstudien in den dortigen Kinderheimen.
3 Ebenso gibt es Anhaltspunkte für entsprechende Praktiken in anderen Staaten. Ein Forschungsprojekt in der Schweiz widmet sich gegenwärtig der historischen Aufarbeitung von Arzneimittelstudien, die in den 1960er und 70er Jahren unter der Leitung des Psychiaters Roland Kuhn, dem Entdecker des ersten Antidepressivums, unter anderem an Heimkindern durchgeführt wurden.4 In den USA erschien 2004 eine Reportage über HIV-positive Kinder in New Yorker Heimen, an denen bis dahin unerprobte Medikamente getestet worden seien.5

Diese Studie versucht in erster Linie, das Versäumnis des RTH aufzuarbeiten. Im Forschungsprozess kam zudem die Frage auf, inwieweit in den durchgeführten Arzneimittelstudien an Heimkindern in der BRD eine Kontinuität des Menschenbildes festzustellen ist, das während der Zeit des Nationalsozialismus zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit geführt hat. Die Studie untersucht daher den beruflichen Werdegang der an den Versuchen beteiligten Forscher, Ärzte und Mitarbeiter institutioneller Träger und stellt in zahlreichen Fällen bruchlose Berufsbiographien von an NS-Verbrechen verantwortlichen Medizinern in der BRD fest. Drittens beleuchte ich, inwieweit Arzneimittelstudien an Heimkindern dazu beitrugen, durch eine systematische Medikalisierung die Funktionsweise der Heime als „totaler Institution“ nach Erving Goffman zu optimieren (siehe die Abschnitte 8.2 und 8.3).6 Auch diese Perspektive sollte nicht übersehen werden.

[ ……… ]

–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

[ Fußnoten ]


1 Vgl. Uwe Kaminsky, Die Verbreiterung der „pädagogischen Angriffsfläche“, in: LVR (Hg.), Verspätete Modernisierung; Öffentliche Erziehung im Rheinland – Geschichte der Heimerziehung in Verantwortung des Landesjugendamtes (1945–1972), Essen 2011, S. 485–494.
2 Abschlussbericht RTH, Berlin 2010, S. 20.
3 Karsten Laudien / Christian Sachse, Expertise zur „Aufarbeitung der Heimerziehung in der DDR“, Berlin 2012, S. 248ff.
4 Simone Rau, Medikamententests an Heimkindern werden untersucht, Tages-Anzeiger, 29. Mai 2015.
5 Dominik Groß, Ethische Grenzen humanmedizinischer Forschung, in: Volker Schumpelick / Bernhard Vogel (Hg.), Innovationen in Medizin und Gesundheitswesen, Freiburg 2010, S. 415–439, hier S. 427.
6 Erving Goffman, Asyle – Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen, Frankfurt am Main 1981.

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BITTE SELBST WEITERLESEN UND STUDIEREN IM ORIGINAL @ http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42079/04_Wagner_Heime.pdf
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Zuletzt geändert von Ehemaliges Heimkind am 21.09.2016 09:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 19.09.2016 13:42

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Ich veröffentlichte diesbezüglich ja auch schon am Sonntag, 31. Januar 2010, um 10:36 Uhr (MEZ/CET) unter folgender Überschrift »GERMAN INSTITUTIONS: Unglaubliches Ausmaß grausamer Menschenrechtsverletzungen«, u.a., @ http://www.chefduzen.de/index.php?topic=10331.msg190791#msg190791, einen Beitrag, den ich, wegen seiner außerordlichen Wichtigkeit und Relevanz, jetzt auch hier im genauen Wortlaut aufführe:

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GERMAN INSTITUTIONS: Unglaubliches Ausmaß grausamer Menschenrechtsverletzungen in der damaligen nachkriegsdeutschen Heimerziehung !

CHURCH ABUSE and STATE ABUSE, and they were equally responsible and are equally liable !

“Abuse was not the failure of the system, abuse was the system !”


„Abusus war nicht das Verfehlen des Systems, Abusus war das System !“

Unglaubliches Ausmaß grausamer Menschenrechtsverletzungen in der BRD !


Mag vielleicht kein Anwalt sein, der dies geschrieben hat, aber immerhin soll und muß, meines Erachtens, auch DIES unbedingt berücksichtigt werden:

Verfasst von »Gast« am 26. Januar 2010 - 07:06 Uhr MEZ.

...und gepostet von »Gast« auf der Internet-Plattform
evangelisch.de @ http://www.evangelisch.de/themen/gesellschaft/runder-tisch-heimkinder-legt-zwischenbilanz-vor10507 zu ihrem Artikel vom 22.01.2010 »Runder Tisch Heimkinder legt Zwischenbilanz vor«


[ evangelisch.de: Verlag Hansisches Druck- und Verlagshaus. Das Hansische Druck- und Verlagshaus (HDV) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik gGmbH und Verlag des evangelischen Magazins chrismon. Evangelisch.de wird in enger Kooperation mit der Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd) produziert. ]

[ Jetzt, 2016, erstmalig NOTWENDIGERWEISE hinzugefügt: Gast-Leserkommentar jetzt aber nicht mehr dort vorhanden! ]

»»» Verfasst von »Gast« am 26. Januar 2010 - 07:06 Uhr MEZ.

Wenn man bedenkt welche Firmen an der
unentlohnten Zwangsarbeit an Kindern und Jugendlichen in der Bundesrepublik Deutschland ( BRD ) während des so genannten „Wirtschaftswunder“ davon profitiert haben.

Claas Gruppe:
CLAAS KGaA mbH, Harsewinkel
Hella KGaA Hueck & Co., Lippstadt
RECTICEL SCHLAFKOMFORT GmbH – SCHLARAFFIA – Bochum

weltbekannte Marken wie Miele, Rowenta, Braun und Grundig
verschiedene Anbieter von Krankenhaus-, Haushalts- und Wäscherei-Diensten

Und das sind bestimmt nicht die einzigen gewesen.

Und man sollte dabei immer bedenken, dass die Kirchen nie in der Lage gewesen wären,
dieses unglaubliche Ausmaß der grausamen Menschenrechtsverletzungen zu vollbringen, wenn die zuständigen Jugendämter, Gerichtsbarkeiten und die Landesparlamente nicht Ihre schützende Hände darüber gehalten hätten. Der Staat (und damit meine ich nicht die Bürger) und die Kirche haben gemeinsame Sache gemacht. Und auch nach dieser Zeit (quasi bis zum heutigen Tage) hat der Staat trotz Wissen dieser groben Verstöße gegen die Menschenrechte keine strafrechtliche Verfolgung eingeleitet. Somit greift meiner Meinung nach auch nicht das Gesetz der Verjährung. Denn es gibt vom BGH ein Urteil dazu [ 5 StR 451/99 - BESCHLUSS vom 09.02.2000; steht zur Verfügung als PDF @ http://jensweinreich.de/wp-content/uploads/2009/07/bgh-pansold-dopingopfer.pdf ( 9 Seiten; 1.3 MB ) ]:

[ betreffend einem Strafverfahren ] in dem die Revision eines Angeklagten ( ehemaliger Dopingarzt [ (IM) „inoffizieller Mitarbeiter (STASI)“ "Jürgen Wendt" - Dr. Bernd Fritz Pansold aus Wien, Österreich (wo er sich nach der Wende niedergelassen hat) ] ) auf VERJÄHRUNG NIEDERGESCHLAGEN wurde. Nach dieser Vorschrift unterliegen
Verbrechen gegen den Frieden, die Menschlichkeit und die Menschenrechte und Kriegsverbrechen nicht den Bestimmungen über die Verjährung. Weil die betroffenen minderjährigen Sportlerinnen von Staats wegen ohne Rücksicht auf gravierende Gesundheitsschädigungen – z.B. mögliche Lebertumore oder schwerwiegende Herzerkrankungen für staatliche Zwecke missbraucht wurden. Dieser schwerwiegende Rechtsbruch ist als Menschenrechtsverletzung zu werten. Zu Recht ist somit im Ergebnis von dem Ruhen der Verjährung dieser UNRECHTSTATEN auszugehen, da sie systemimmanent durch das totalitäre Regime der SED nicht verfolgt wurden.

Auch in unseren Fällen [ was ehemalige Heimkinder betrifft ] fand von staatswegen keine strafrechtliche Verfolgung gegen schwere Menschenrechtsverletzungen statt. [ *** ] Die BRD war zwar kein totalitäres Regime. Aber das System der Kinderheime in der BRD war ein totalitäres Regime. Ein Regime welches vom Staat nicht nur gedeckt wurde sondern [ in welchem ] auch [ der Staat ] sich daran beteiligt hat. Und das bis zum heutigen Tage. Obwohl die deutsche Gerichtsbarkeit und die Staatorgane es gewusst haben. Die Täter hätten schon damals angeklagt werden müssen. Aber man hat trotz des Wissens von schweren Verstößen gegen die Menschenrechte damals und die Jahre danach nicht einen der Täter angeklagt, vor Gericht gestellt und somit auch keinen rechtskräftig dafür verurteilt.

Zum Schluss von einer der Erzieherinnen gegenüber meiner Person: Ich hasse diesen Bastard. Vater kriminell und Alkoholiker, Mutter kriminell und Alkoholikerin. Der Apfel fällt nicht weit vom Baum. Am besten sollte man Ihn ersäufen, dann wird er in der Zukunft dem Steuerzahler nicht mehr auf der Tasche liegen.

Daran ist leicht zu erkennen welches Gedankengut in der damaligen Heimerziehung steckte.
«««

[ *** Siehe DAZU, u.a., auch @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Absolute-prohibition-of-every-form-of-forced-labour-and-compulsory-labour_-_Is-my-interpretation-of-this-international-law-the-ILO-Convention-C029-correct_-_or-not.html und @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Former-German-wards-of-the-state,-institutionalised-children-used-as-slave-labourers-demand-adequate-compensation-and-the-making-of-appropriate-amends_-_no-compromise.html ]
_______________________

Meine eigene momentane Unterschrift:
Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus.

TAGS / LABELS: Bernd Fritz Pansold, BGH, Braun, CHURCH ABUSE, Claas, GERMAN INSTITUTIONS, Grundig, Heimerziehung, Hella, Menschenrechten, Menschenrechtsverletzungen, Miele, Schlaraffia, STATE ABUSE, Zwangsarbeit

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Zuletzt geändert von Ehemaliges Heimkind am 02.11.2016 13:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 20.09.2016 06:52

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Siehe die neue diesbezügliche Stellungnahme von dem Evangelischen Pfarrer i.R. Dierk Schäfer, Diplom-Pädagoge und Diplom-Psychologe, in seinem Blog, Dierk Schaefers Blog vom Mo. 19.09.2016, um 18:44 Uhr (MEZ/CET) »Kinder als Versuchskaninchen« @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/09/19/kinder-als-versuchskaninchen/

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Kinder als Versuchskaninchen
by dierkschaefer

[ Weiterverbreitung des Ganzen erlaubt und ausdrücklich erwünscht! ]

Arzneimittelstudien an Heimkindern kamen angeblich nur selten vor. Das sieht aber anders aus. Die Studie
1 nennt es „ein Versäumnis des Runden Tisches Heimkinder“ [bzw.ein Versäumnis des Runden Tisches Heimerziehung“ („RTH“)] und fragt, „warum es der RTH abgelehnt hat, sich mit diesem Thema näher zu befassen.“

Als pauschale Antwort bietet sich an, dass der Runde Tisch unter Vorsitz von Antje Vollmer offensichtlich bemüht war, die Verantwortlichkeiten nicht ausufern zu lassen. Die staatlichen und kirchlichen Heime und ihre Schwarze Pädagogik
2 konnte man schlecht aussparen, dafür aber deren finanzielle Risiken gering halten. Doch für die Medikamentation waren nicht nur die verabreichenden Mitarbeiter der Einrichtungen verantwortlich, sondern große Firmen, die in den Heimen Versuchsreihen starten konnten3, Versuchsreihen, die von Medizinern geplant wurden, deren Berufsbiographien in zahlreichen Fällen bruchlos in die Zeit zurückreichten, in denen sie für NS-Verbrechen verantwortlich waren.4 – Damit hätte man die Pharma-Firmen belastet. Das wollte Frau Vollmer wohl nicht.

Auch im Falle der Zwangsarbeit
5 hat sie abgeblockt und damit heute noch bestehende und renommierte Firmen unter ihren Schutzmantel6 genommen.7 8

Mir fallen keine unverfänglichen tiefer schürfenden Antworten auf die Frage ein, warum es der RTH abgelehnt hat, sich mit diesen Themen näher zu befassen.

Die Sache mit den Medikamententests an nichteinwilligungsfähigen Personen ist leider ein aktuelles Thema geworden.
9

Fußnoten

1 http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42079/04_Wagner_Heime.pdf

2 https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_P%C3%A4dagogik

3 https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/02/03/demenz-die-medikamente-dafuer-wurden-an-heimkindern-getestet/

4 Die „Moderatorin“ des Runden Tisches, die den Begriff Zwangsarbeit nur für Nazi-Zwangsarbeit verwendet sehen wollte. Sie sah darüber hinweg, daß die „Arbeitstherapeuten“ in den Heimen vielfach ehemalige SA-Leute und die Gutachter einschlägig belastet waren. In den Heimen – kirchlich wie staatlich – hatten wir die Fortsetzung des Nazi-Systems. Frau Vollmer in ihrer grün-christlichen Bigotterie hat das nicht bekümmert. Sie sprach zwar von erzwungener Arbeit, bat jedoch die Profiteure nicht zur Kasse und sah völlig darüber hinweg, daß es Zwangsarbeit nicht nur für Jugendliche gab, sondern auch für Kinder. https://dierkschaefer.wordpress.com/2014/06/17/zwangsarbeit-in-ost-und-west-was-sind-die-unterschiede/

5 https://dierkschaefer.wordpress.com/2012/05/05/zwangsarbeit-nicht-nur-fur-ikea/

6 https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzmantelmadonna

7 Die Zwangsarbeit. Eine geringe Pauschalentschädigung als Rentenersatz gibt es, anders als in Irland, bei uns nur für Jugendliche, die Zwangsarbeit leisten mußten, wobei der Begriff Zwangsarbeit peinlichst vermieden wird. Es gibt keine Lohnnachzahlung, weder von den kirchlichen, noch von den staatlichen Einrichtungen, die von der Zwangsarbeit profitiert haben. Auch nicht von der Privatwirtschaft, die gut an den Kindern verdient hat. Es schien wohl nicht opportun, die Betriebe, darunter Firmen mit großer Bedeutung, zwangszuverpflichten. Zwangsarbeit ja, Zwangsentschädigung nein.

Und für die Zwangsarbeit von Kindern gibt es GAR NICHTS.
https://dierkschaefer.wordpress.com/2013/07/09/er-ist-ein-priester-du-must-ihm-gehorchen/

8 Antje Vollmer, Moderatorin des westdeutschen Runden Tisches für ehemalige Heimkinder, mied wie der Teufel das Weihwasser die Anwendung des Begriffs Zwangsarbeit auf die Ausbeutung der ehemaligen Heimkinder (West!) durch respektable Industriebetriebe und einzelne Bauern. Sie wollte den Begriff ausschließlich für die Zwangsarbeit für Nazi-Deutschland gelten lassen. Und so tauchten weder der Begriff noch der Sachverhalt im Abschlußbericht des Runden Tisches auf. Die Nutznießer der Zwangsarbeit wurden nicht nur nicht am Fonds beteiligt, sondern blieben unerwähnt. https://dierkschaefer.wordpress.com/2013/09/29/zwangsarbeit-ost-und-zwangsarbeit-west/

9 https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/05/25/medikamententests-und-nicht-einwilligungsfaehige-personen-ein-ideales-menschenmaterial/

dierkschaefer | 19. September 2016 um 18:44 | Tags: DDR-Heimkinder, ehemalige Heimkinder, Entschädigung, heimkinder, Kinderheime, kindeswohl, Kirche, Kirchen, Medizin, Missbrauch, Misshandlung, Opfer, Runder Tisch, Staat, Versuchskaninchen, Zwangsarbeit | Kategorien: DDR, Deutschland, Ethik, Firmenethik, Geschichte, Gesellschaft, heimkinder, Kinderheime, Kinderechte, Kindeswohl, kirchen, Korruption, Kriminalität, Kriminologie, Moral, Nazivergangenheit, Padägogik, Recht, Staat, Täter, Wirtschaft, Wissenschaft | URL: http://wp.me/pulUf-1Tt

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Erstveröffentlichung des Originals: Montag, 19. September 2016, um 18:44 Uhr (MEZ/CET) @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/09/19/kinder-als-versuchskaninchen/ (Erhalten in Australien per Email am 19.0.9.2016 zur weitest möglichen Weiterverbreitung und Weiterveröffentlichung.).
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 22.09.2016 12:08

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Drei von bisher insgesamt 10 Antworten verschiedener Kommentatoren zur Stellungnahme zu diesem Thema von Dierk Schäfer ausgeführt im unmittelbar vorhergehenden Beitrag hier in diesem Thread; d.h. @ http://www.erzieherin-online.de/diskussion/brett/viewtopic.php?p=9135#p9135 :

[ Bedeutung der hier verwendeten Abkürzung „RTH“ = „Runder Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“ (Laufzeit: 2009/2010 in Berlin, unter Vorsitz der Schirmherrin Antje Vollmer) (Siehe „Eine unabhängige Autorität?“ – FAZ Volker Zastrow 05.04.2010 @ http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/missbrauchsskandal-eine-unabhaengige-autoritaet-1964879.html ) ]

1. ekronschnabel sagte, am 20. September 2016 um 14:31 Uhr
@
https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/09/19/kinder-als-versuchskaninchen/#comment-7628


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Man gehe auf die Homepage von Antje Vollmer – und dort trifft man auf die geballte Bigotterie dieser Kirchentante mit grünem Mäntelchen. Warum sie lavierte wie sie lavierte? Sie erhob sich zur Richterin in eigener Sache, die in ihrer Kirchenverbundenheit ruht. Wenn man am RTH ehrlich gearbeitet hätte, wären die Verbrechen der Kirchen und deren Drecksfirmen = Heime noch stinkender hervorgetreten. Antje und ihre Brüder im Glauben schämten sich keinesfalls, erneut Verbrechen an den Opfern zu begehen. Sie wussten ja, dass man sie nicht juristisch belangen kann. Und moralische Verpflichtungen gegenüber den Opfern der Kirchenganoven? Pipikram, da steht man drüber, ging und geht doch nur um Heimkinder. Medikamentenversuche, na und? Scheissegal, ob ein paar mehr oder weniger dieser Heimbastarde verrecken oder nicht, die Jugendämter sorgten schon dafür, dass neue Sex- und ZwangsarbeiterInnen nachgeliefert wurden!

„Was wollt ihr eigentlich noch von mir?“ fragt die Vollmer heute. Die muss ihre Pfoten nicht mal in Unschuld waschen, das Weib trug schon am RTH Gummihandschuhe und Fischerstiefel, weil sie genau wusste, dass sie am Ende ihrer „Moderation“ bis zu den Hüften in der Scheisse steht, die sie und die anderen Knilche aus der Ecke der Täternachfolger anrührten.

Die Frau Ex- und hopp – Bundestagspräsidentin…ein herrliches Beispiel für bigotte, größenwahnsinnige, menschenverachtende und ekelhaft auftretende, abgebrühte Kirchenleute. Stalin, dessen krankes Denken und Handeln ich verabscheue, lag aber in einem Punkt richtig: Weg mit allem, was KIRCHE heisst!

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2. dierkschaefer sagte, am 20. September 2016 um 15:03 Uhr
@
https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/09/19/kinder-als-versuchskaninchen/#comment-7630


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Das ist nett, lieber Herr Kronschnabel, dass Sie die Kirchenleute, die Sie meinen, genauer beschreiben. Das ist eine in welchem Umfang auch immer begrenzte Gruppe. Das lässt die Möglichkeit offen, dass es darüber hinaus auch anständige Leute geben könnte. Ich kenne viele davon, und sie verstehen sich als Kirche.
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3. Helmut Jacob sagte, am 20. September 2016 um 15:37 Uhr
@
https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/09/19/kinder-als-versuchskaninchen/#comment-7631


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Dass Vollmer und andere moralische Dreckspatzen dieses Thema nicht an den RTH gelassen haben, ebenso nicht das Thema „Behinderte Heimkinder“ und „Zwangsweise in die Psychiatrien Eingewiesene“ ist verständlich. Der Dreckhaufen würde so hoch wachsen, dass der gesamte RTH in der Scheiße ersticken würde. Die Dame wusste genau, wo es heikel wird. Und die Kirchenadvokaten ebenso. Dabei haben sie sich dreier, völlig überforderten „Heimopfervertreter“ bedient, die nicht einmal erwünscht waren. Sie haben diese drei für ihre schmutzigen Machenschaften missbraucht. Hätten sie diese Themen aufgearbeitet, wären Milliarden auf Staat, Länder und Kirchen zugekommen. Sie hätten sich in ihrer moralischen Verkommenheit nicht mehr hinter 10.000,-€ verschanzen können.

Übrigens, lieber Herr Schäfer, das mit den anständigen Talarträgern glaube ich Ihnen gerne. Aber die haben den Weg Christi sicher nicht so ganz aufmerksam verfolgt. Der stand auf der Seite der Schwachen und hat auch seinen Mund gegen Pharisäer aufgemacht. Ich sehe immer nur einen, der öffentlich auf der Seite der Schwachen steht. Sie tragen, wenn Sie es noch tun, dieses schwarze Gewand zurecht.

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Zuletzt geändert von Ehemaliges Heimkind am 09.04.2018 05:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 28.09.2016 05:18

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ANFANG EINER NOTWENDIGEN MEINERSEITIGEN EMAIL IN IHRER ABSOLUTEN VOLLSTÄNDIGKEIT.

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[ Nachfrage per Email bei REHAkids.de (Sabine Mosch und Thomas Mosch) @ webmaster[a]rehakids.de und info[a]m06.rehakids.de sowohl wie auch an Thomas Mosch Webdesign per KONTAKTFORMULAR @ http://www.webdesigner.de/kontakt/ ]

[ … ZULETZT NACHGEFRAGT AM 25.09.2016 … BISHER KEINE ANTWORT, UND EINE ANTWORT IST ANSCHEINEND WOHL AUCH NICHT ZU ERWARTEN … ]

SUBJECT: Meine Erfahrungen mit einem neuen Diskussionsforum, dass ich gerade erst entdeckt habe: REHAkids.de .

ANFANG DES ZITATS AUS DEM RELEVANTEN GOOGLE-INDEX.

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[ GOOGLE informiert am 24.09.2016 ]
Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND :: REHAkid...
http://www.rehakids.de > REHAkids Foren-Übersicht > Sonstiges
1 day ago - 4 posts - ‎1 author
Verfasst am: Heute, 15:05 Titel: Medikamententests an Heimkindern in .... Arzneimittelstudien an Heimkindern, SILVIA WAGNER, Sozial.

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ENDE DES ZITATS AUS DEM RELEVANTEN GOOGLE-INDEX.


ANFANG DES ZITATS MEINER EMAIL-KOMMUNIKATION MIT DEN BETREIBERN DES DIESBEZÜGLICHEN FORUMS.

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[ Samstag, 24. September 2016 ]

Sehr geehrte Frau Sabine Mosch,
Sehr geehrter Herr Thomas Mosch,

als die langjährigen Betreiber des
Diskussionsforums REHAkids.de kontaktiere ich Sie heute um zu erfahren warum Sie mich nachdem ich mit Ihrer Zulassung gerade mal ein paar Stunden als Mitglied in Ihrem Forum anwesend war meine überaus wichtigen Beiträge gelöscht haben und mich aus Ihrem Forum ausgesperrt haben.

Das Thema »Medikamententests an Nicht-Einwilligungsfähigen« ( @
http://www.rehakids.de/phpBB2/ftopic122511.html ) eröffnet von Boardnutzerin »Inge« am Do. 17.05.2016, 19:23 Uhr im REHAkids.de-Forum war erlaubt.

Das Thema »Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND« ( @
http://www.rehakids.de/phpBB2/ftopic124363.html ) eröffnet von Boardnutzer »Martin MITCHELL« am Fr. 23.09.2016, 15:05 Uhr im REHAkids.de-Forum wurde kurz darauf von den Betreibern des Forums oder ihren Moderatoren gelöscht und das Forumsmitglied der das Thema eröffnet hatte ohne irgend einen Hinweis oder eine Benachrichtigung oder Erklärung aus dem Forum ausgesperrt.

[ Die von Martin MITCHELL zu diesem Thema in diesem von ihm eröffneten Thread getätigten Beiträge,
die im REHAkids.de-Forum gelöscht wurden, befassen sich mit der wissenschaftlichen Studie von SILVIA WAGNER betitelt »Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der Heimgeschichte – Arzneimittelstudien an Heimkindern« kürzlich unter Creative Commens Lizenz veröffentlicht in der Fachzeitschrift Sozial.Geschichte Online 19 (2016) @ http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42079/04_Wagner_Heime.pdf ]

Wie erklärt sich das?

Welchen Nutzungsbedingungen habe ich zuwider gehandelt um gesperrt zu werden?

Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie so höflich sein würden mich und meine Freunde und Unterstützer darüber aufzuklären.

Mit freundlichen Grüßen aus Australien

Martin MITCHELL



Zur Information für meine Freunde und Unterstützer bezüglich dem Diskussionsforum REHAkids.de:
http://www.rehakids.de/phpBB2/impressum.php
http://www.rehakids.de/phpBB2/reg_agreement.php

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ENDE DES ZITATS MEINER EMAIL-KOMMUNIKATION MIT DEN BETREIBERN DES DIESBEZÜGLICHEN FORUMS.


ANFANG DES ZITATS DER ZULASSUNG ALS MITGLIED DES DISKUSSIONSFORUMS REHAkids.de .


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To
martinidegrossi[@]yahoo.com.au

23 Sep at 4:52 PM

Hallo Martin MITCHELL!

Dein Account auf
REHAkids wurde nun aktiviert. Du kannst dich nun mit deinem Usernamen "Martin MITCHELL" und Passwort, das du in einer anderen Email bereits erhalten hast, einloggen.

REHAkids ist ein großes öffentliches Forum. Bitte denk dran, dass deine Beiträge von sehr vielen Leuten gelesen werden können. Schreib bitte nur, was du vertreten kannst und zu dem du auch stehst.
Wir wünschen einen höflichen Umgang der User untereinander. Dazu gehören auch Anrede und Gruß in einem Beitrag, sowie eine einigermaßen korrekte Rechtschreibung. ;-)

Einen Überblick über die Funktionen des Forums findest du hier:
http://www.rehakids.de/phpBB2/ftopic153.html

Die in diesem Forum geltenden Nutzungsbedingungen sind unter http://www.rehakids.de/phpBB2/reg_agreement.php abrufbar.

Wenn du Fragen zur Nutzung des Forums hast, kannst du diese hier stellen:
http://www.rehakids.de/phpBB2/forum20.html
Vielleicht findest du dort aber auch schon eine entsprechende Antwort auf deine Frage.
Bitte benutz die Suchfunktion:
http://www.rehakids.de/phpBB2/search.php

--
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder.
http://www.rehakids.de/

ENDE DES ZITATS DER ZULASSUNG ALS MITGLIED DES DISKUSSIONSFORUMS REHAkids.de .

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ENDE EINER NOTWENDIGEN MEINERSEITIGEN EMAIL IN IHRER ABSOLUTEN VOLLSTÄNDIGKEIT.
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Not only must justice be done; it must also be seen to be done.
Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 29.09.2016 08:29

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»Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der HeimgeschichteArzneimittelstudien an Heimkindern, SILVIA WAGNER, Sozial.Geschichte Online 19 (2016)«

Man kann es zwar vereinzelt löschen, aber totschweigen wird man es nicht mehr können !! KEINE CHANCE !!

Die Beiträge getätigt von »Martin MITCHELL« im REHAkids.de-Forum Fr. 23.09.2016 : um 15:05 Uhr, um 15:11 Uhr und um 15:24 Uhr unverzüglich von den Betreibern dieser Plattform gelöscht sind wiederzufinden im YAHOO-CACHE / YAHOO-SPEICHER @ http://68.142.243.205/search/srpcache?p=%22Arzneimittelstudien+an+Heimkindern%22&fr=yfp-t-911&ei=UTF-8&u=http://cc.bingj.com/cache.aspx?q=%22Arzneimittelstudien+an+Heimkindern%22&d=1584809331978&mkt=de-DE&setlang=de-DE&w=OVSnaeQx4wTY36dcNLaErO3oiNPVaEjQ&icp=1&.intl=de&sig=c75lWzXecS03tZx68ZhMPw-- ( just like a screen-shot! )


( UPDATE vom 04.10.2016: Seither – nachdem ich hier darauf aufmerksam gemacht hatte – hat der Betreiber des REHAkids.de-Forums, Webdesigner Thomas Mosch, wohl jetzt auch ganz persönlich dafür gesorgt, dasss der Beweis des vorherigen Vorhandenseins in seinem Forum der von ihm gelöschten Beiträge jetzt auch nicht mehr über den YAHOO-CACHE / YAHOO-SPEICHER bestätigt werden kann: Das angeforderte Dokument konnte im Cache nicht gefunden werden.“ ).

DESWEITEREN IST JETZT AUCH DAVON DIE REDE ZUMINDEST AN ALL DEN FOLGENDEN STELLEN IM INTERNET:

(seit Fr. 16.09.2016) @ https://sozialgeschichteonline.wordpress.com/2016/09/16/heft-19-ist-erschienen/

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»Auch der Forschungsbeitrag von Sylvia Wagner über „Ein untertdrücktes und verdrängtes Kapitel der Heimgeschichte: Arzneimittelstudien an Heimkindern[ @ https://sozialgeschichteonline.wordpress.com/2016/09/16/heft-19-ist-erschienen/ ] beschäftigt sich mit Kontinuitäten des Nationalsozialismus und deren ausbleibender oder nur mühsam vorankommender Aufarbeitung. Wagner führt aus, wie der „Runde Tisch Heimerziehung“, der die sexuellen Übergriffe in Heimen untersuchte, sich weigerte, den Medikamentenmissbrauch in Heimen zum Gegenstand zu machen. Ihr Text entfaltet drei Erzählstränge: Sie skandalisiert erstens die Nicht-Thematisierung von Medikamentenversuchen in bundesdeutschen Kinderheimen, fragt zweitens nach der Funktionsweise des Kinderheims als „totaler Institution“ und stellt drittens Kontinuitäten der Praxis der Menschenversuche und der daran beteiligten Mediziner nach dem Nationalsozialismus dar. Dabei setzt sie ihren Schwerpunkt auf die historische Rekonstruktion der Entwicklung juristischer Fragestellungen und kann als Pharmazeutin detaillierte Auskünfte über die Wirkungsweise der Medikamente geben. Medizinethische Fragestellungen wie die nach dem Verhältnis von ärztlicher Verantwortung und der Instrumentalisierung ärztlicher Praxis in Herrschafts- und Disziplinarapparaten, denen Wagner auf dieser Grundlage nachgeht, hat auch Wolfgang Hien in seinen Beiträgen zur Geschichte der Arbeitsmedizin in der Sozial.Geschichte Online mehrfach thematisiert. [Vgl. Etwa Wolfgang Hien, Arbeitsverhältnisse und Gesundheitszerstörung der Arbeitenden [ @ http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-26912/05_Hien_Arbeit.pdf ].«]
.

Und diese Studie von SILVA WAGNER, »Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der HeimgeschichteArzneimittelstudien an Heimkindern«, ist auch schon seit dem seit Di. 24.05.2016 vorhanden @ https://www.researchgate.net/publication/303459568_Ein_unterdrucktes_und_verdrangtes_Kapitel_der_Heimgeschichte_Arzneimittelstudien_an_Heimkindern

(seit Fr. 16.09.2016) @ https://www.piratenfraktion-berlin.de/2016/09/16/medikamententests-an-berliner-heimkindern-senat-muss-vergangenheit-aufarbeiten-alexander-spies/
Und siehe auch den diesbezüglichen Hinweis @ http://www.berliner-behindertenzeitung.de/medikamententests-an-berliner-heimkindern/
Und siehe auch den diesbezüglichen Hinweis @ http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/s17-17905.pdf (schon vom 03.02.2016)

(seit So. 18.09.2016) @
http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=521571#post521571

(seit So. 18.09.2016) @ http://politik-forum.eu/viewtopic.php?p=3662005#p3662005

(seit So. 18.09.2016) @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1185#p1185

(seit So. 18.09.2016) @ http://www.erzieherin-online.de/diskussion/brett/viewtopic.php?p=9133#p9133

(seit So. 18.09.2016) @ http://www.kigasite.de/phpBB3/viewtopic.php?p=654212#p654212

(seit So. 18.09.2016) @ http://forum-fuer-erzieher.de/viewtopic.php?p=56603#p56603

(seit So. 18.09.2016) @ http://www.paedagogik-klick.de/forum/viewtopic.php?p=75276#p75276

(seit So. 18.09.2016) @ http://zwergenstuebchen.forumprofi.de/filme-und-fernsehen-f64/medikamententests-an-heimkindern-in-westdeutschlan-t2188.html#p44210

(seit So. 18.09.2016) @ http://www.carookee.de/forum/Staatsterror/6/21190935-0-30115?p=53#bot (der vierte Beitrag auf dieser Seite: Seite 53)

(seit So. 18.09.2016) @ http://www.troll-forum.de/Forum03/viewtopic.php?p=29074#29074

(seit So. 18.09.2016) @ http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=2068878#2068878

(seit So. 18.09.2016) @ http://www.chefduzen.de/index.php?topic=10331.msg322550#msg322550

(seit Mi. 21.09.2016) @ https://www.elo-forum.org/news-diskussionen-tagespresse/13370-albtraum-erziehungsheim.html#post2120532

(seit Fr. 23.09.2016) @ http://www.spiegelfechter.com/wordpress/133157/medikamententests-an-menschen-oder-alles-zum-wohle-der-pharmalobby#comment-441087

(seit Sa. 24.09.2016) @ https://netzfrauen.org/2016/01/15/in-frankreich-ist-der-versuch-mit-einem-schmerzmittel-schiefgelaufen-kein-cannabis/#comment-387468

(seit Sa. 24.09.2016) @ http://www.freiewelt.net/interview/ddr-arzshyneishytest-es-gab-nichts-was-es-nicht-gab-10002394/#comment-form

(seit Mo. 26.09.2016) @ https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/06/03/proteste-gegen-fremdnutzige-forschung-an-nicht-einwilligungsfahigen

(seit Mo. 26.09.2016) @ http://rollingplanet.net/medikamente-keine-experimente-mit-nicht-einwilligungsfaehigen-erwachsenen/

(seit Mo. 26.09.2016) @ http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2016/06/07/sind-nichteigennuetzige-arzneimittelpruefungen-an-demenzkranken-ethisch-vertretbar/ und insbesondere der dortige Leserkommentar @ http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2016/06/07/sind-nichteigennuetzige-arzneimittelpruefungen-an-demenzkranken-ethisch-vertretbar/#comment-47838

(seit Mo. 26.09.2016) @ https://www.freitag.de/autoren/ulrike-baureithel/bedrohliche-blueten/@@view#1474888248846846

(seit Mi. 21.09.2016) @ http://htwsaar-blog.de/blog/2016/06/13/studientag/#comment-9

(seit Mi. 21.09.2016) @ http://www.news4teachers.de/2012/12/schwarze-padagogik-das-schicksal-der-heimkinder-bis-1975/#comment-224672

(seit Mi. 21.09.2016) @ http://www.anjaroehl.de/freistatt-endlich-ein-film-uber-heimerziehung-in-westdeutschland/#comment-11709

(seit Mi. 21.09.2016) @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/09/19/kinder-als-versuchskaninchen/

(seit Di. 20.09.2016) @ http://jacobsmeinung.over-blog.com/2016/09/dierk-schaefers-blog-kinder-als-versuchskaninchen.html

Und es werden noch viele weitere Hinweise im Internet auf diese Studie von SILVIA WAGNER, »Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der HeimgeschichteArzneimittelstudien an Heimkindern« hinzukommen !!

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Zuletzt geändert von Ehemaliges Heimkind am 04.10.2016 02:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 30.09.2016 06:23

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Für all diejenigen, die es interessiert:

Ehemaliges Heimkind hat geschrieben:. .
[ ……… ]

SUBJECT: Meine Erfahrungen mit einem neuen Diskussionsforum, dass ich gerade erst entdeckt habe: REHAkids.de .

[ ……… ]

Das Thema »Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND« ( @
http://www.rehakids.de/phpBB2/ftopic124363.html ) eröffnet von Boardnutzer »Martin MITCHELL« am Fr. 23.09.2016, 15:05 Uhr im REHAkids.de-Forum wurde kurz darauf von den Betreibern des Forums oder ihren Moderatoren gelöscht und das Forumsmitglied der das Thema eröffnet hatte ohne irgend einen Hinweis oder eine Benachrichtigung oder Erklärung aus dem Forum ausgesperrt.

[ Die von Martin MITCHELL zu diesem Thema in diesem von ihm eröffneten Thread getätigten Beiträge,
die im REHAkids.de-Forum gelöscht wurden, befassen sich mit der wissenschaftlichen Studie von SILVIA WAGNER betitelt »Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der Heimgeschichte – Arzneimittelstudien an Heimkindern« kürzlich unter Creative Commens Lizenz veröffentlicht in der Fachzeitschrift Sozial.Geschichte Online 19 (2016) @ http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42079/04_Wagner_Heime.pdf ]

[ ……… ]

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Für all diejenigen, die es interessiert:

BEZÜGLICH GRUNDLOSER FORUM-SPERRUNG = VERTRAGSBRUCH = BREACH OF CONTRACT erklärt @ http://www.juraforum.de/forum/t/sperrung-im-forum.305777/

AGREEMENT / CONTRACT des REHAkids.de-Forum @ http://www.rehakids.de/phpBB2/reg_agreement.php dem Forum, aus dem ich am 23.09.2016 grundlos und ohne Erklärung ausgesperrt wurde.

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Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 01.10.2016 14:30

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„Wie kam der Australier Martin MITCHELL in Australien dazu dies gerade jetzt anszusprechen?“, mag ein mancher sich fragen.

Ganz einfach: Wegen dieser Fernsehsendung im deutschen Fernsehen:


"Medikamentenversuche"+"Frontal 21 vom 02.02.2016"

https://www.youtube.com/watch?v=0qmalGJiGO4

Kommentar: „Wie Heimkinder in den 60ern mit Truxal sediert wurden als Medikamententest in Überdosen!“ (Thema beginnt bei 8.42 bei diesen Video).

Desweiteren: DOCPLAYER sowohl wie MANUSKRIPT der ZDF-Sendung "Frontal 21 vom 02.02.2016" : »Kinder als Versuchskaninchen - Medikamententests in Heimen« @
http://docplayer.org/19953098-Beitrag-kinder-als-versuchskaninchen-medikamententests-in-heimen.html (insgesamt 6 Seiten).


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Manuskript

Beitrag: Kinder als Versuchskaninchen -
Medikamententests in Heimen

Sendung vom 2. Februar 2016

von Otto Langels und Daniela Schmidt-Langels

Anmoderation:
Es ist eine Geschichte aus der Vergangenheit, die erschreckend in die Gegenwart hineinragt. Bis in die 60er Jahre, womöglich sogar länger, haben Pharmafirmen Medikamente an Heimkindern testen lassen. Es ist eine Geschichte, die schwer zu ertragen ist und die schwer zu recherchieren war. Denn in den Archiven ist nicht viel übrig geblieben. Die Spuren sind verwischt. Die Täter, darunter auch Ärzte, die während der NS-Zeit Kinder als „lebensunwert“ in den Tod schickten, blieben unbehelligt. Die Opfer aber, die der Willkür solcher Ärzte wehrlos ausgesetzt waren, leiden bis heute. Mit Daniela Schmidt-Langels und Otto Langels haben sie erstmals über ihre Kindheit gesprochen. Eine Kindheit als Versuchskaninchen.

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SELBST WEITERLESEN IM ORIGINAL: ZDF-Sendung "Frontal 21 vom 02.02.2016" : »Kinder als Versuchskaninchen - Medikamententests in Heimen« @ http://docplayer.org/19953098-Beitrag-kinder-als-versuchskaninchen-medikamententests-in-heimen.html (insgesamt 6 Seiten).
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Zuletzt geändert von Ehemaliges Heimkind am 10.04.2018 05:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Helmut Jacob gibt wieder ein Interview mit Heidi Dettinger.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 03.10.2016 05:47

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Seit dem ich am 02.10.2008 auch hier in diesem »Erzieherin-online.de-Forum« Mitglied und Boardnutzer geworden bin, und
1. mich irgendwann mal detailliert vorgestellt habe;
2. die Themen die mich bewegen (u.a. „ehemalige Himkinder“ interniert in nachkriegsdeutschen Institutionen in OST und WEST) erklärt und besprochen habe;
3. den „Verein ehemaliger Heimkinder“ („VEH“), dem auch ich angehöre, vorgestellt habe;
4. auch die Leiden der damals Behinderten in Heimen und Psychiatrisierten in Anstalten angesprochen habe; und
5. insbesondere, alle hier anwesenden heutigen Erzieher und Erzieherinnen und Anwärter und Anwärterinnen dieses Berufes bezüglich all diesen Angelegenheiten angesprochen habe,

möchte ich jetzt auch hier zwei meiner Verbündeten in diesen Angelegenheiten zu Wort kommen lassen und diese hier vorstellen (
natürlich geschieht dies jetzt auch hier nur mit deren voller Zustimmung!).


Helmut Jacob berichtet und gibt wieder ein Interview mit Heidi Dettinger @ http://jacobsmeinung.over-blog.com/2016/10/heidi-dettinger-geschlossene-heime-sind-einfach-nur-falsch.html (verwiesen auf dieses Interview wird, u.a., auch @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?p=1819).

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Heidi Dettinger: "Geschlossene Heime sind einfach nur falsch!"

Posted on October 1 2016

Im Rahmen meiner Arbeit in der "Freien Arbeitsgruppe JHH 2006", eine 9-köpfige Opferinitiative behinderter Kleinkinder und Kinder in Volmarstein, bin ich schriftlich oder virtuell einigen interessanten Persönlichkeiten begegnet. Heidi Dettinger vom "Verein ehemaliger Heimkinder e. V." hat an der Demonstration gegen die Verleihung [an Antje Vollmer] der Hans-Ehrenberg-Plakette [am 22.11.2011] in Bochum teilgenommen. Eine meiner Assistentinnen interviewte sie per Filmkamera. Jetzt ist es endlich Zeit, diese Persönlichkeit vorzustellen.

Heidi Dettinger, Sie gehören zum „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ (VEH). Was trieb Sie dorthin?

Ich bin selber ehemaliges Heimkind mit Jahrzehnte langer Verdrängungsgeschichte. Aber das klappt offensichtlich nicht ein ganzes Leben lang und als ich anfing, mich mit diesem Teil meiner Geschichte auseinander zu setzen, brauchte ich dringend Verbündete. Nach einiger Sucherei fand ich dann den Verein.

Was ist das eigentlich für ein Verein und wofür steht er?

Wir sind ein selbstorganisierter Zusammenschluss von Ehemaligen. Unser Ziel ist Hilfen zur Selbsthilfe anzubieten, uns gegenseitig zu unterstützen und darüber hinaus den Betroffenen eine Plattform zu bieten, um über ihre Heimgeschichten zu reden, sie an die Öffentlichkeit zu tragen und in dem uns möglichen Umfange politische Arbeit zu leisten.

Welche Tätigkeiten haben Sie in diesen Verein bisher ausgeübt und als was sind Sie jetzt im Vorstand?

Ich bin seit Jahren im Vorstand, war anfangs Schriftführerin, wurde nach einiger Zeit zur zweiten Vorsitzenden gewählt und vor ca. eineinhalb Jahren zur ersten Vorsitzenden.

Im Internet wird kolpotiert, dass ein Kassenwart vor längerer Zeit mit der Kasse durchgebrannt sei. Stimmt das und hat es Ihrem Verein geschadet?

Leider hat das Internet hier mal (fast) Recht. Es war nicht der Kassenwart, sondern der Vorstandsvorsitzende damals. Der Verein hatte Geld von der „Aktion Mensch“ für die Einrichtung eines Büros bekommen, dieses Geld hat der damalige Vorsitzende dann irgendwie auf sein Privatkonto verschoben und ward nicht mehr gesehen. Unsere Versuche, dieses Geld von ihm zurück zu bekommen verliefen im Sande und vor zwei Jahren mussten wir dann auch noch das Geld an die „Aktion Mensch“ zurück zahlen, da wir natürlich keinen Nachweis darüber führen konnten, dass wir das Geld bestimmungsgemäß verwendet hätten. Das ist eine bittere Geschichte und hat uns finanziell ziemlich in die Bredouille gebracht. Aber wie gesagt: Es ist Geschichte!

Auf Ihrer Agenda stehen auch immer wieder die damals zwangsweise in die Psychiatrie Eingewiesenen und die behinderten Heimopfer. Was bewegt Ihr Verein und Sie zu dieser Unterstützung der beiden Gruppen?

Dafür gibt es verschiedene Gründe.
1. Es leuchtet mir nicht wirklich ein, wieso überhaupt so ein Unterschied zwischen psychiatrisierten, behinderten und „anderen“ Heimopfern gemacht wird. In meinem Weltbild sind alle Menschen nämlich gleich. Punkt.
2. Natürlich ist mir klar, dass – wenn schon ein Gefälle – dieses deutlich zugunsten von Heimkindern mit Behinderungen ausfallen müsste, da diese noch ausgelieferter sind und ihr Lebensaufwand im Alter mit Sicherheit höher liegt, als der von Nicht-Behinderten.
3. Aus den beiden Punkten ergibt sich, dass das, was da geschehen ist bzw. immer noch geschieht, ein schreiendes Ungerecht ist, unserer Verfassung zuwider läuft und einfach entsetzlich beschämend ist.

Ich habe bislang mit keinem einzigen Vereinsmitglied gesprochen, der oder die das anders sieht.

Um den VEH werden viele Geheimnisse gesponnen. Weil nicht alle dem VEH grün sind. Verraten Sie uns beispielsweise die ungefähre Mitgliederzahl? Die "Freie Arbeitsgruppe JHH 2006" besteht aus 9 Mitgliedern.

Ich kann Ihnen gern die genaue Mitgliederzahl nennen, die ist nämlich überhaupt kein Geheimnis. Der Verein hat zur Zeit 428 Mitglieder, von denen 352 aktiv sind. 2016 haben wir 13 neue Mitglieder begrüßen können, wir hatten einen Todesfall und keine Austritte.

Was hat der VEH falsch gemacht; würde er heute so nicht mehr tun?

Dazu kann ich Ihnen natürlich nur meine ganz private Meinung sagen... Ich glaube, der Verein war immer ein Stückchen zu brav, zu sehr auf Wohlverhalten bedacht. Manchmal kommt man mit einer gehörigen Portion Provokation weiter – erregt zumindest mehr Aufmerksamkeit. Das muss man natürlich immer genau abwägen, um nicht abzurutschen... Aber da sehe ich bei uns keine wirkliche Gefahr.

Ihre Meinungsdarstellung ist sehr klar und direkt. Machen Sie sich dadurch Feinde? Überwiegt die Zahl der Sympathisanten?

Nun ja. Ich liebe Sprache und bin der Überzeugung, dass dieses Instrument dazu dienen sollte, Klarheit zu schaffen. Sicher gibt es Leute, die mir nicht gerade wohl gesonnen sind, die sich brüskiert fühlen durch mich. Wäre das nicht der Fall würde ich fast denken, ich hätte etwas falsch gemacht. Es gab allerdings ein paar Vorfälle, die mir auch sehr nahe gegangen sind. Da wurde ich so ziemlich eklig quer durch das Internet verleumdet und verunglimpft. Aber im Allgemeinen würde ich schon sagen, dass die Zahl der SympathisantInnen überwiegt. Obwohl – vielleicht wünsche ich mir das auch nur, denn natürlich kenne ich weder alle negativen noch alle positiven Meinungen über mich.

Anlässlich der Verleihung des Hans-Ehrenberg-Preises an die damalige Vorsitzende des „Runden Tisches Heimerziehung“, Antje Vollmer [am 22.11.2011], haben Sie auch demonstriert. Was haben Sie erreicht? Kamen die Demonstranten zu Wort und in welcher Form?

Ich fand das eine richtig gute Aktion. Natürlich haben wir nicht erreicht, dass Frau Vollmer der Preis nicht zugestanden bekam, aber wir haben uns sehr deutlich bemerkbar gemacht und ließen uns auch nicht vertreiben aus der Kirche – obwohl dem verantwortlichen Pastor das wohl sehr Recht gewesen wäre.

Zu Wort kamen wir einmal sehr laut, sehr mutig, sehr ausdrucksstark dadurch, dass ein Vereinsmitglied sich vor der Bühne, vor Frau Vollmer aufbaute und den Anwesenden sehr deutlich machte, was „Heim“ und das Leben mit all den Demütigungen, Schmerzen, Narben eigentlich heißt. Sie erzählte ihre eigene Geschichte und man hätte eine Stecknadel zu Boden fallen hören können, so still wurde es in dem großen Raum. Ich glaube nicht, dass auch nur eineR der BesucherInnen unberührt blieb.

Nach der Veranstaltung verschwand Frau Vollmer durch einen Hinterausgang und die Demonstrierenden blieben noch lange und diskutierten lebhaft mit den BesucherInnen.

Ihr Eindruck über Ingrid Matthäus-Meier?

Ich fand es eindrucksvoll, dass Frau Matthäus-Meier sich auf der von uns organisierten Pressekonferenz (der Gegenpresseveranstaltung zu der von A. Vollmer zur Veröffentlichung des Abschlussberichtes „Runder Tisch Heimerziehung“ einberufenen) sehr deutlich auf unsere Seite geschlagen hat. Leider war mit dieser einen Veranstaltung [am 14.12.2010] der Kontakt zu ihr dann auch beendet. Ich bin mir nicht sicher, ob es an uns lag und daran, dass wir unfähig waren, ihr Interesse an uns und unserer Arbeit wach zu halten oder doch an ihrem Mangel an Interesse oder vielleicht einfach an ihrer Arbeitsüberlastung.

Wie schätzen Sie die Arbeit von Antje Vollmer ein?

Frau Vollmer war genau die richtige Frau am richtigen Platz. Sie hatte von allem etwas: Als ehemalige [Bundestags]Vizepräsidentin hatte sie den Respekt auch der konservativen Parteien, als Grüne hat sie die einzigen aus der Politik, die sich für die Heimerziehung explizit interessiert hatten, neutralisiert und als Theologin war sie auch für die Kirchen die richtige Ansprechpartnerin.

Sie hat es verstanden, den Runden Tisch Heimerziehung zu einer Veranstaltung zu machen, in der es im Prinzip um zwei Dinge ging:

1. Gesicht wahren

2. Geld sparen.

Das hat sie hervorragend geschafft. Dass das für uns als Heimkinder ein Schlag ins Wasser war, hat sie wissentlich angestrebt oder doch zumindest billigend in Kauf genommen. Denn natürlich war es nicht ihre Aufgabe, unsere Bedürfnisse zu befriedigen, sondern die der anderen Parteien.

Ihre Meinung über den „Runden Tisch Heimerziehung“.

Es wurde sehr schnell deutlich, dass der Runde Tisch Heimerziehung ein riesiger Betrug an ehemaligen Heimkindern war. Das kann man an verschiedenen Punkten ganz deutlich sehen:
1. Die Ehemaligen waren in deutlicher Minderheit den anderen TeilnehmerInnen gegenüber;
2. Es wurde ihnen verwehrt, eine eigene anwaltliche Vertretung bzw. Beratung dabei zu haben;
3. psychische, physische und sexuelle Gewalt in den Heimen waren für den RTH weder systematisch noch systembedingt, sie kamen einfach häufig vor, waren irgendwie bedauerlich aber auch erklärlich (zu wenig überlastetes Personal, schlechte Zeiten im allgemeinen, autoritärer Erziehungsstil etc. pp);
4. das Thema „Zwangsarbeit“ wurde in „Zwang zur Arbeit“ mit pädagogischem Hintergrund umdefiniert;
5. sexuelle Gewalt (oder „Missbrauch“, wie das lieber genannt wird) wurden kaum beachtet und bei erster Gelegenheit an den RT Sexueller Missbrauch verwiesen;
6. Arzneimittelmissbrauch wurde kaum diskutiert und auch im Abschlussbericht lediglich lapidar mit ein paar Sätzen und einigen Konjunktiven bedacht.

Das schlug sich dann auch nieder in den Geldern, die die Überlebenden deutscher Heimerziehung beantragen konnten: 10.000 Euro Sachleistungen (was die meisten der Ehemaligen, die ich gesprochen und beraten habe, als kaum zumutbare Demütigung empfanden!) und einer Einmalzahlung von 300 Euro pro gearbeiteten Monat nach dem vollendeten 14. und bis zum 21. Lebensjahr als Rentenersatzleistung.

Nicht berücksichtigt wurden hierbei die unterschlagenen Löhne und besonders auch die Kinderarbeit. Auch nicht berücksichtigt wurden die Zeiten, die in den Heimen nach 1975 gearbeitet wurde. Und: diejenigen, die Gelder aus dem Fonds Heimerziehung erhalten hatten, haben keinen Anspruch mehr auf Geld aus dem Fonds Sexueller Kindesmissbrauch. Für ehemalige Heimkinder gilt also: Vergewaltigt wurde in den Heimen nicht.

Dass sich jetzt für die psychiatrisierten und behinderten Heimkinder ein noch schlechteres Bild ergibt, liegt genau mit an der Arbeitsweise des Runden Tisch Heimerziehung!

Wieviel Zeit verbringen Sie jeweils mit dem Vereinsleben und mit Ihrer Familie?

Meine Familie wohnt nicht in Deutschland, somit beschränkt sich meine Zeit mit ihr auf Telefonate, Skypegespräche und die Sommerferien meiner Enkelin. Das ist zeitmäßig recht beschränkt.

Die Vereinsarbeit verläuft in Wellen – während der Zeit des RTH und besonders der Zeit der Antragstellung konnte es schon leicht passieren, dass ich 10 Stunden oder auch mehr am Tag für den Verein eingespannt war. Das hat sich jetzt beruhigt. Ich würde schätzen, dass ich täglich 5 – 7 Stunden am Rechner und am Telefon für den Verein tätig bin.

Eine Antriebsfeder für das eigene Engagement ist laut Aussage eines Interviewpartners seine Tochter, die dem Vater vorhält: Wer macht es denn sonst? Woher beziehen Sie Kraft für Ihre ehrenamtliche Vereinsarbeit?

Ich habe trotz eines recht miesen Einstiegs in mein Leben viel Glück gehabt! Ich habe einen Mann geheiratet, mit dem ich raus aus diesem Land kam – die Ehe hat nicht sonderlich lange gedauert, aber ich habe weite Teile der USA kennengelernt und wir haben uns schließlich freundschaftlich getrennt und - ich habe einen tollen Sohn mitgebracht. Nach einigen Umwegen, einer weiteren Sprache und weiteren Kindern bin ich schließlich zurück nach Deutschland gekommen, habe hier schnell Anschluss gefunden, mein Abi nachgemacht und studiert. Das hat mir zwar keine Reichtümer eingebracht aber doch viel Wissen und Können, dass ich nur allzu gerne mit anderen teile. Ich glaube, dass ist mein größter Antrieb: Ich will das, was ich mir aneignen konnte, mit anderen teilen, die dieses Glück nicht hatten.

Kraft schöpfe ich beim Radfahren oder Spazierengehen mit den Hunden. Ich genieße das sehr und und liebe es zum Beispiel, die Nacht durchzuarbeiten und dann beim ersten Morgenlicht mit dem Hund rauszugehen und den unglaublichen Lärm wahrzunehmen, den die Vögel im Frühjahr machen. Das bringt mich immer wieder zum Lachen. Außerdem habe ich einen großen und interessanten Freundeskreis.

Wie denken Sie heute über Erziehungsheime angesichts zunehmender, maßloser, grundloser und oft brutalster Gewalt in der Öffentlichkeit? Sollten neue geschaffen werden?

Geschlossene Heime sind einfach nur falsch! Es gibt sicherlich manchmal Gründe, ein Kind aus dem Elternhaus zu nehmen – in der Regel aber sollte eher den Familien qualifiziert geholfen werden, in denen Probleme herrschen.

Kinder werden weder maßlos noch gewalttätig geboren, sie werden, wenn überhaupt dazu gemacht. Und da muss angesetzt werden, nicht bei dem ohnehin schwächsten Glied, dem Kind.

Hinzu kommt, dass ich wirklich nicht sicher bin, ob das mit der Gewalt auf der Straße wirklich stimmt. Was wohl stimmt, ist dass wir durch die Medien und die praktisch ständige Vernetzung viel mehr davon mitbekommen.

Haben Sie durch Ihre Arbeit Freunde gewonnen? Sind Sie für andere ein Feind?

Ich habe eine Reihe von Freunden gewonnen. So würde ich inzwischen die Mitglieder des Vorstandes durchaus zu meinen Freunden zählen. Aber auch anderen Vereinsmitgliedern fühle ich mich freundschaftlich verbunden.

Bin ich für andere Feind? Ich denke, das bin ich. Und ich hoffe, dass bin ich!

Was sollte ich Sie noch fragen? Was können Sie im Rahmen dieses Interviews der Leserschaft vermitteln? Stellen Sie sich ggfls. die Frage selbst und antworten Sie bitte darauf.

Am liebsten den Text eines meiner (vielen) Lieblingslieder von Ton, Steine, Scherben teilen:

Ich war oft am Ende, fertig und allein.
Alles, was ich gehört hab, war: "Lass es sein!
So viel Kraft hast du nicht, so viel kannst du nicht geben.
Geh den Weg, den alle geh'n, du hast nur ein Leben."

Doch ich will diesen Weg zu Ende geh'n,
und ich weiß, wir werden die Sonne seh'n!
Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten.

Manchmal bin ich kalt und schwer wie ein Sack mit Steinen.

Kann nicht lachen und auch nicht weinen.
Seh' keine Sonne, seh' keine Sterne,
und das Land, das wir suchen, liegt in weiter Ferne.

Doch wir werden diesen Weg zu Ende geh'n,

und ich weiß, wir werden die Sonne sehn!
Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten.

(1975)


Danke für dieses Interview!

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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 04.10.2016 10:32

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Mit Bezug auf Berichte und Aussagen ausgehend vom Evangelischen Pressedienst veröffentlichte das Hamburger Abendblatt schon vor 12 Monaten einen aufschlussreichen Artikel zu diesem Thema, eine Veröffentlichung die weiterhin hier festgehalten ist: http://www.abendblatt.de/region/niedersachsen/article205793077/Wurden-Medikamente-an-Bremer-Heimkindern-getestet.html?service=mobile

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24.09.2015

BREMEN/DÜSSELDORF

[ Symbolfoto ]

Symbolfoto-Beschriftung: In westdeutschen Erziehungsheimen hätten anscheinend verschiedene Firmen flächendeckend Medikamente wie Psychopharmaka ausprobiert, sagt die Doktorandin Sylvia Wagner (Symbolfoto)

Wurden Medikamente an Bremer Heimkindern getestet?

Düsseldorfer Forscherin [
Silvia Wagner] untersucht Vorgänge in den 50er bis 70er Jahren. Spur führt zu ehemaligen Rotenburger Anstalten in Bremen.

Bremen/Düsseldorf. –
Nach dem Krieg waren Bewohner geschlossener Heime in Deutschland offenbar Opfer von Medikamentenmissbrauch und pharmazeutischen Versuchsreihen.

Indizien und einen Präzedenzfall hat die Düsseldorfer Doktorandin Sylvia Wagner (51) in den ehemaligen Rotenburger Anstalten bei Bremen gefunden. In westdeutschen Erziehungsheimen hätten anscheinend verschiedene Firmen flächendeckend Medikamente wie Psychopharmaka ausprobiert, sagte Wagner am Donnerstag in Rotenburg. Mit der Forschung dazu stehe sie noch "ganz am Anfang", das Thema sei schwierig und brisant.

Wagner recherchiert zurzeit in den jetzigen
Rotenburger Werken der Inneren Mission [ d.h. im Verbund der Diakonie - MM ] für eine Dissertation zum Thema "Medikamenteneinsatz in Erziehungseinrichtungen der BRD in den 1950er bis 1970er Jahren". Die Arbeit soll bis Anfang 2017 im Fachbereich Geschichte der Pharmazie an der Universität Düsseldorf vorliegen. Die Werke seien kooperativ und hätten selbst ein Interesse an der Aufarbeitung. Es sei gut, dass es hier überhaupt Akten gäbe: "Das ist oft nicht der Fall."

Den Opfern sind Wagner zufolge oft verschiedene Pharmazeutika gleichzeitig in häufig viel zu hoher Dosierung verabreicht worden. Die Werke seien in dieser Hinsicht aber nur eine Einrichtung unter vielen. "Das hat größere Dimensionen."

Die Wissenschaftlerin ist über einen ehemaligen Bewohner auf die diakonische Einrichtung aufmerksam geworden, in der heute knapp 1.600 Beschäftigte etwa 1.130 Bewohner begleiten. Der heute 56-Jährige war elf Jahre in den Rotenburger Anstalten für geistig behinderte Menschen, obwohl er gar nicht behindert war. "Wegen familiärer Probleme, meine Eltern waren ja nicht verheiratet, ich war ein uneheliches Kind, hielt man es für nötig, mich in einem Heim unterzubringen", sagte er dem Deutschlandfunk.

Unter dem Medikamentenmissbrauch und der damals ihm gegenüber ausgeübten auch sexuellen Gewalt leide er bis heute, sagte der Mann, der mittlerweile in Berlin lebt. Die Erlebnisse in den Rotenburger Anstalten seien ihm "in den Knochen steckengeblieben, das werde ich auch mit in mein Grab nehmen".

Forschungsteam soll Vorwürfen ehemaliger Bremer Heimkinder nachgehen


Zeitgleich zu den Recherchen von Wagner will ab November ein dreiköpfiges Forschungsteam Vorwürfen ehemaliger Rotenburger Heimkinder nachgehen, die von zum Teil massiven Gewalterfahrungen berichten. Das solle durch Aktenstudium und Interviews geschehen, erläuterte der Bielefelder Historiker Karsten Wilke. Die Studie soll dann im Sommer 2017 vorliegen.

Die historische Aufarbeitung liege der Einrichtung sehr am Herzen, sagte die Vorstandsvorsitzende der Rotenburger Werke, Jutta Wendland-Park. Nur so könnten Gegenwart und Zukunft gut gestaltet werden. "Wir bitten alle um Entschuldigung, die Leid und Unrecht erfahren haben", fügte die leitende Theologin hinzu. "Wir sind beschämt und werden alles tun, um das aufzuarbeiten." Das müsse jetzt geschehen, um die Zeitzeugen zu hören. Es gebe jetzt Fragen, "die wir vor ein paar Jahren noch nicht hatten".

(epd) [ Der
Evangelische Pressedienst (epd) ist eine unabhängig arbeitende Nachrichtenagentur, die von der evangelischen Kirche getragen wird. - MM ]

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Siehe diesbezüglich auch den aufschlussreichen Artikel in der ROTENBURGER RUNDSCHAU vom 26. September 2015, betitelt »Illegale Medikamententests?« @ http://www.rotenburger-rundschau.de/lokales/rotenburg-wuemme/rotenburger-werke-arbeiten-duestere-seite-der-geschichte-auf-von-dennis-bartz-113730.html
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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 07.10.2016 23:51

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Siehe eine weitere diesbezügliche Stellungnahme von dem Evangelischen Pfarrer i.R. Dierk Schäfer, Diplom-Pädagoge und Diplom-Psychologe, in seinem Blog, Dierk Schaefers Blog vom Mi. 05.10.2016, um 18:47 Uhr (MEZ/CET) für die er folgende zutreffende Überschrift gewählt hat »Es geht nicht um das Ob von Medikamentenversuchen an Kindern und Jugendlichen, denn daran besteht kein Zweifel. Es geht um das Ausmaß – und das soll verheerend sein.« @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/10/05/es-geht-nicht-um-das-ob-von-medikamentenversuchen-an-kindern-und-jugendlichen-denn-daran-besteht-kein-zweifel-es-geht-um-das-ausmass-und-das-soll-verhehrend-sein/#comments

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Es geht nicht um das Ob von Medikamentenversuchen an Kindern und Jugendlichen, denn daran besteht kein Zweifel. Es geht um das Ausmaß – und das soll verheerend sein.
by dierkschaefer

[ Weiterverbreitung des Ganzen erlaubt und ausdrücklich erwünscht! ]

Sich darüber empören? Wer hat noch die Kraft dazu?
Also listen wir ganz nüchtern auf: Berichte von ehemaligen Heimkindern über verabreichte Medikamente zur Ruhigstellung gab es schon lange, auch zu Zeiten des Runden Tisches [Heimerziehung] unter der betrügerischen Moderation von Frau Vollmer. Doch der ging es eher um den Schutz der Kassen von Staat, Kirchen und Auftraggebern für Kinderarbeit. Sie hätte ja einen Forschungsauftrag geben können, um auch diese Hintergründe zu erhellen. Gibt es nun eine neue Runde für den Runden Tisch? Keine Angst, hier gibt niemand eine Runde aus. Man gibt sich „beschämt“
1 und entschuldigt sich2 – ja, wie üblich, reinigt man sich selbst von Schuld. Das wars aber noch nicht ganz, denn man bietet großzügig Hilfe an – und lässt die eigene Geldbörse zu: „Wir wollen allen Bewohnern der ehemaligen Rotenburger Anstalten helfen, ihre berechtigten Ansprüche bei der Stiftung Anerkennung und Hilfe geltend zu machen.“ Auch solche billigen Zusagen sind den Lesern dieses Blogs bekannt.

Sich darüber empören? Wer hat noch die Kraft dazu? Es ist nur die nächste Runde in einem Spiel mit gezinkten Karten.


1 Alle Zitate aus: http://www.rotenburger-rundschau.de/lokales/rotenburg-wuemme/rotenburger-werke-arbeiten-duestere-seite-der-geschichte-auf-von-dennis-bartz-113730.html

Es gibt noch einen Link zum Vorfall, doch der ist kostenpflichtig: http://www.abendblatt.de/region/niedersachsen/article205793077/Wurden-Medikamente-an-Bremer-Heimkindern-getestet.html Das Geld kann man sich sparen, gibt ja ohnehin nichts Neues.

2 „Der christliche Anspruch und die Wirklichkeit klafften damals weit auseinander. Ich entschuldige mich bei allen Bewohnern für das Leid und das Unrecht, das ihnen angetan wurde.“

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Und dann, am folgenden Tag, Do. 06.10.2016, um 18:47 Uhr (MEZ/CET), äußert sich Werner Bösen in Dierk Schaefers Blog @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2016/10/05/es-geht-nicht-um-das-ob-von-medikamentenversuchen-an-kindern-und-jugendlichen-denn-daran-besteht-kein-zweifel-es-geht-um-das-ausmass-und-das-soll-verhehrend-sein/#comment-7662 ebenso wie folgt dazu.

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Werner Bösen sagte, am 6. Oktober 2016 um 12:05 Uhr (MEZ/CET)

[ Weiterverbreitung des Ganzen erlaubt und ausdrücklich erwünscht! ]

Was nutzt Empörung wenn Kinderrechte fehlen? Sie verhallt wie das Echo in den Bergen.

Unser Staat, der sich kraft Artikel 6 Grundgesetz bemächtigt, im Zweifelsfall die Elternrolle durch bürokratische Institutionen wie Kinderheime und Jugendämter wahrnehmen zu lassen, scheitert im Sinne des Rechts eines Kindes auf dauerhafte Bezugspersonen. Wie der Verstand so ist auch die Liebe ein lebenslanger Reifungsprozess, der persönliche Bindungen dauerhaft braucht. Eine staatliche Institution schafft keine dauerhaften persönliche Bindungen und ist auch kraft der berufsmäßigen Ausrichtung von Erziehern und Bürokraten nicht gewollt.

So wird sich auch an Medikamentenverabreichungen an Kindern zwecks Ruhigstellung nichts ändern, ist ja auch nur zum Wohl des Kindes, einem Kindeswohl verordnet von Staats wegen. Für mich als ehemaliges Heimkind ist der Begriff Kindeswohl eine Perfidie zum Kinderrecht, d.h. der Staat nutzt mit dem Begriff Kindeswohl mein kindliches Vertrauen aus zur Erlangung eines Vorteils. Da passen Medikamentenstudien an Heimkindern, denn der Staat erhält an einer Minderheit (Heimkinder sind eine Minderheit im Vergleich zur Gesamtpopulation der Kinder) den Vorteil Experimente machen zu können, von denen die Kindermehrheit profitieren kann. Das Heimkind kapiert es sowieso nicht und wenn es als Erwachsener dahinterkommt ist alles verjährt. Deutschland bleibt Entwicklungsland und wird es aus eigener Kraft kaum schaffen. Es braucht den Anstoß von draußen, wie den Vereinten Nationen, die Kinderrechte bereits 1959 formuliert haben. Deutschland schaffte es die UN-Kinderrechtskonvention 1989 zu ratifizieren, doch ziert sich weiterhin, das Grundgesetz anzupassen.

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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 11.10.2016 15:48

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NDR.de - Schleswig Holstein
Stand: 11.10.2016 05:00 Uhr - Lesezeit: ca.6 Min.


Medikamenten-Studien mit Schleswiger Heimkindern

[ @ http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Medikamenten-Studien-mit-Schleswiger-Heimkindern,heimkinder168.html ]

von Eike Lüthje, Stefan Eilts [ siehe sein Profil @
http://www.ndr.de/wellenord/wir_ueber_uns/eilts150.html ], Constantin Gill [ siehe sein Profil @ http://www.ndr.de/wellenord/wir_ueber_uns/gill124.html ]

Wie sehr sich Franz Wagle überwinden muss, an diesen Ort zurückzukehren, zeigt sich erst später. Sein rauer Humor, seine körperliche Präsenz lassen ihn - trotz Gehstocks - selbstsicher wirken. Wagle war ein Heimkind, hat viele Einrichtungen erlebt. Auch im früheren Landeskrankenhaus Schleswig war er mehrmals. Nach 37 Jahren betritt er das Grundstück zum ersten Mal wieder. Zwischen den Backsteinbauten und Grünflächen kommen die Erinnerungen hoch: Säfte und Tabletten habe er bekommen, ohne sich krank zu fühlen. "Du bist festgehalten worden, Nase zugehalten, Tablette rein", sagt Wagle. Die Wirkung der Tabletten? Er sei "nicht mehr Herr seiner Sinne" gewesen und habe nicht gewusst, welcher Tag gerade war. Auch an EEG-Untersuchungen und Spritzen erinnert er sich. Später an diesem Tag wird er sagen, ihm hätten sich bei seinem Besuch in Schleswig die Nackenhaare aufgestellt.

[Fotos zeigen Franz Wagle – heute und damals]

Was ihm in Schleswig damals passiert sein könnte, hat Wagle erst Jahrzehnte später, im Gespräch mit anderen ehemaligen Heimkindern, einordnen können. Sie berichteten teilweise von ähnlichen Erlebnissen. Der Verdacht kam auf: War Wagle in Schleswig Teil von medizinischen Versuchsreihen?


50 Versuchsreihen in ganz Deutschland

Für seinen konkreten Fall lässt sich das bislang nicht sicher belegen. Dass es medizinische Studien in Heimen und auch in Schleswig gegeben hat, bestätigt nun aber erstmals eine wissenschaftliche Untersuchung. Die Krefelder Pharmazeutin Sylvia Wagner hat umfangreich Archive und historische Fachzeitschriften ausgewertet, in denen die Mediziner damals ihre Ergebnisse publizierten.

In einem Fachartikel hat Wagner nun erste
Ergebnisse veröffentlicht [ siehe @ http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-42079/04_Wagner_Heime.pdf ]. Insgesamt hat sie bundesweit Belege für etwa 50 Versuchsreihen gefunden, die bis in die 70er-Jahre in deutschen Heimen durchgeführt wurden. Auf Grundlage dieser Ergebnisse hofft sie, Zugang zu weiteren Archiven zu bekommen.

Zwei der rund 50 Studien lassen sich ins Landeskrankenhaus Schleswig zurückverfolgen. In der jugendpsychiatrischen Abteilung erprobte damals ein mittlerweile verstorbener Arzt zwei Medikamente. 1966 berichtete er in einer Fachzeitschrift von seinen Erfahrungen mit "Haloperidol". Das Medikament gibt es bis heute. Es wird bei Psychosen und schizophrenen Syndromen eingesetzt, zum Beispiel wirkt es gegen Wahnvorstellungen oder Halluzinationen. Das Medikament war seit 1958 auf dem Markt.


Versuche mit Psychopharmaka in Schleswig

In Schleswig startete der Mediziner einen Versuch mit 65 Kindern und Jugendlichen ab drei Jahren, bei denen "Zustände geistig-seelischer Behinderung im Sinne des Schwachsinns" festgestellt worden waren. Er wolle untersuchen, ob Haloperidol auch bei "psychomotorischen Erregungen" seiner Patienten eine Wirkung habe, hielt der Arzt in seiner damaligen Publikation fest. Offenbar sollte die sedierende, stark beruhigende Wirkung des Stoffes erforscht werden. Das Ergebnis der Studie: Der Wirkstoff helfe vor allem gegen "psychische Erregungszustände mit Neigung zu Aggressionen und Selbstbeschädigung" und auch bei "exzessiver Masturbation." auch bei "exzessiver Masturbation."

In einer zweiten Versuchsreihe testete der gleiche Mediziner 1969 den Wirkstoff Encephabol, der eine Leistungssteigerung des Gehirns bei "antriebsarmen Kindern (...) mit Hirnschäden" bewirken sollte. Das Mittel wird bis heute bei Demenzerkrankungen oder Konzentrationsstörungen eingesetzt. In Schleswig bekamen gleich 300 "geistig-seelisch entwicklungsbehinderte" Kinder den Wirkstoff als Saft verabreicht. Die Ergebnisse interpretierte der Mediziner positiv: Das Intelligenzniveau sei in günstigen Fällen um bis zu zehn Prozent angehoben worden.


ZITATE AUS DEN FACHAUFSÄTZEN ZU DEN VERSUCHSREIHEN [ingesamt fünf Auszüge aus diesen damaligen Schriftsätzen werden hier wiedergegeben! – der erste Auszug lautet:]
"Bei diesem Versuch (mit Haloperidol, d.Red.), dem bisher 65 Heranwachsende im Alter von 3-18 Jahren unterzogen wurden, die mehr oder weniger ausgeprägte Zustände geistig-seelischer Behinderung im Sinne des Schwachsinns zu erkennen gaben, stellten wir uns folgende Fragen:"
[
für alle weiteren Auszüge siehe das ORIGINAL]

Für die Forscherin Sylvia Wagner ist das Vorgehen des Arztes in Schleswig bedenklich. Vor allem zwei Zitate aus dessen Studien stoßen ihr auf. So schreibt der Mediziner in einer Studie, er wolle klären, ob das Mittel toxische Eigenschaften hat. Und bei der anderen Testreihe geht es ihm auch darum, "die Grenzen der Medikation" sowie eventuelle Nebenwirkungen kennenzulernen. "Das sind ganz klare Versuchsbedingungen", interpretiert Wagner die schriftlichen Schilderungen des Arztes: "Es wurden EEG-Untersuchungen gemacht, es wurden Blutbildkontrollen gemacht, die Leberwerte wurden untersucht, Harnwerte bestimmt. Das sind ganz klar keine therapeutischen Maßnahmen, sondern Versuchsbedingungen."

Auch für Professor Philipp Osten, Medizin-Ethiker am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf, waren die damaligen Patienten "Probanden eines Pharmaversuches." Zwar sei Encephabol als Wirkstoff eher unproblematisch - den Einsatz des stark sedierenden Haloperidols sieht er aber kritisch. Leider seien solche Mittel in Heimen damals nicht ungewöhnlich gewesen.


Rechtliche Bewertung ist schwierig

Wie aber sind die Versuchsreihen rechtlich zu bewerten? Diese Frage lässt sich mit den bisher bekannten Fakten nicht eindeutig klären. Ein gesetzliches Zulassungsverfahren für Medikamente gab es damals noch nicht. Allerdings weist Medizin-Ethiker Osten auf berufsständische Regeln wie den "Nürnberger Kodex" hin, der auch damals medizinische Versuche verbot, wenn keine Einwilligung der Betroffenen vorlag. Hinweise auf eine solche Einwilligung durch Eltern oder gesetzliche Vertreter der Kinder hat die Pharmazeutin Wagner für die Schleswiger Fälle bislang jedenfalls nicht gefunden. Der "Runde Tisch Heimerziehung", der in Berlin die Geschichte der deutschen Kinderheime aufgearbeitet hat, hatte keine Kenntnisse von solchen Versuchsreihen. Er hielt aber fest: Sollte es entsprechende Tests gegeben haben, könne das eine schwere Körperverletzung darstellen. Die Fälle wären aber heute verjährt.

Sozialministerium will Aufarbeitung vorantreiben

Der Verein der Heimkinder in Schleswig-Holstein fordert nun, die Geschehnisse aufzuklären und aufzuarbeiten. Unterstützung bekommen die Mitglieder von Wolfgang Dudda. Der Abgeordnete der Piratenpartei hat einen Antrag in den Landtag eingebracht und fordert darin auch eine Entschädigung: "Was den Heimkindern in Schleswig angetan worden ist, ist moralisch und ethisch so entsetzlich, dass sich alleine daraus schon eine Bringschuld für eine Wiedergutmachung durch das Land ergibt."

Im Kieler Sozialministerium kennt man die Schilderungen der ehemaligen Heimkinder. Allerdings seien die entsprechenden Akten in Schleswig nicht mehr vorhanden, so Staatssekretärin Anette Langner. Welche Heimkinder konkret welche Mittel bekommen haben, lasse sich nicht nachvollziehen. Das Ministerium setze sich aber für eine wissenschaftliche Aufarbeitung ein. Und ab 2017 können Betroffene Gelder aus einem Entschädigungs-Fonds beantragen. Im Maximalfall erhalten sie 9.000 Euro und außerdem eine Renten-Ersatzleistung von bis zu 5.000 Euro.

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Das Ganze kannn man sich auch in einem dazugehörenden Interview anhören (Länge: 3 Min. 4 Sek.), zu dem es in folgendem einleitenden Text heißt:

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Heimkinder berichten: Medizin gab es zwangsweise

NDR 1 Welle Nord - Guten Morgen Schleswig-Holstein - 11.10.2016 06:40 Uhr

In den 50er bis 70er-Jahren sind in Schleswig Psychopharmaka an Heimkindern getestet worden. NDR Redakteur Stefan Eilts hat in dem Fall recherchiert. Er spricht darüber mit Moderator Jan Bastick.


Schleswig-Holstein Magazin

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie heute Abend ab 19.30 Uhr im Schleswig-Holstein Magazin.

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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 13.10.2016 12:40

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dpa

Kieler Nachrichten


MEDIKAMENTENTESTS

Heimkinder als Probanden

Kinder als Versuchsobjekte? Ein Arzt soll in der Jugendpsychiatrie Schleswig in den 60er Jahren Medikamenten-Tests vorgenommen haben. Eine Forscherin fand Belege für bundesweit gut 50 Versuchsreihen. Das Land will die Fälle aus dem Norden nun aufarbeiten lassen.

@
http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Schleswig-Holstein/Nachrichten-Schleswig-Holstein/Medikamententest-an-Heimkindern-in-Schleswig

Artikel veröffentlicht: Dienstag, 11.10.2016 | 12:16 Uhr
Artikel aktualisiert: Dienstag, 11.10.2016 | 14:27 Uhr

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LNONLINE - LN-Online.de ist ein Portal der Lübecker Nachrichten (LN).

SCHLESWIG

Medikamenten-Tests mit Heimkindern

Fälle in der Schleswiger Jugendpsychiatrie in den 60er Jahren sollen aufgearbeitet werden.

Artikel veröffentlicht: Dienstag, 11.10.2016 | 21:10 Uhr

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http://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Medikamenten-Tests-mit-Heimkindern

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RTL - RTL interactive GmbH

Medikamenten-Tests mit Heimkindern in den 1960er Jahren

11.10.2016 | 22:35 Uhr

Kinder als Versuchsobjekte?

Ein Arzt soll in der Jugendpsychiatrie Schleswig in den 60er Jahren Medikamenten-Tests vorgenommen haben. Eine Forscherin fand Belege für bundesweit gut 50 Versuchsreihen. Das Land will die Fälle aus dem Norden nun aufarbeiten lassen.

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http://rtlnext.rtl.de/cms/medikamenten-tests-mit-heimkindern-in-den-1960er-jahren-4019865.html

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Schleswiger Nachrichten

vom 11. Oktober 2016


DAMALIGES LANDESKRANKENHAUS

Arzt soll Medikamente an Schleswiger Heimkindern getestet haben

In den 1960er Jahren sollen die Arzneimittel getestet worden sein - die Versuche seien klar erkennbar.

von dpa/shz.de
erstellt am 11. Okt. 2016 | 13:49 Uhr

@
http://www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/arzt-soll-medikamente-an-schleswiger-heimkindern-getestet-haben-id15060151.html

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WELT - N24

HAMBURG & SCHLESWIG-HOLSTEIN

Medikamenten-Tests mit Schleswiger Heimkindern

Stand: 11.10.2016

Schleswig (dpa/lno) - An Heimkindern des damaligen Landeskrankenhauses in Schleswig sind laut einer Studie der Pharmazeutin Sylvia Wagner in den 1960er Jahren Medikamente getestet worden. Es sei «klar erkennbar, dass das Versuche waren», sagte die Wissenschaftlerin NDR 1 Welle Nord. Sie hat für ihre Untersuchung Archive und historische Fachzeitschriften ausgewertet und Belege für bundesweit etwa 50 Versuchsreihen gefunden.

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https://www.welt.de/regionales/hamburg/article158679639/Medikamenten-Tests-mit-Schleswiger-Heimkindern.html

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FOCUS-ONLINE

Gesundheit

Medikamenten-Tests mit Schleswiger Heimkindern

Dienstag, 11.10.2016 | 11:17 Uhr

Schleswig (dpa/lno) - An Heimkindern des damaligen Landeskrankenhauses in Schleswig sind laut einer Studie der Pharmazeutin Sylvia Wagner in den 1960er Jahren Medikamente getestet worden.

@
http://www.focus.de/regional/schleswig-holstein/gesundheit-medikamenten-tests-mit-schleswiger-heimkindern_id_6054527.html

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Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND.

Beitragvon Ehemaliges Heimkind » 15.10.2016 04:56

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NDR.de - Schleswig Holstein
Stand: 11.10.2016 16:01 Uhr - Lesezeit: ca. 3 Min.


Medikamentenstudie an Schleswiger Heimkindern; Ruf nach Aufkärung

[ @ https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Medikamentenstudie-an-Heimkindern-Ruf-nach-Aufklaerung,heimkinder192.html ]

von Constantin Gill [ siehe sein Profil @
http://www.ndr.de/wellenord/wir_ueber_uns/gill124.html ]

Warum ist das Unrecht bis heute nicht aufgeklärt? Wer ist verantwortlich? Wurde auch nach damaligen Kriterien gegen moralische Maßstäbe verstoßen? Das sind nur einige Fragen, die sich aufdrängen. CDU und FDP fordern [
zumindest in Schleswig-Holstein] nach den NDR Berichten über Medikamententests an Heimkindern im ehemaligen Landeskrankenhaus Schleswig eine umfassende und transparente Aufklärung. Wolfgang Dudda von den Piraten findet, dass das Land eine moralische Verantwortung hat. Und fordert eine Entschädigung für die betroffenen Heimkinder.

Betroffene sollen von Fonds profitieren

Das Land [Schleswig-Holstein] stellt bereits eine Unterstützung in Aussicht: Der bestehende Fonds für Heimkinder soll laut Sozialstaatssekretärin Anette Langner für diejenigen geöffnet werden, die in Kinder- und Jugendpsychiatrien und in Behindertenheimen untergebracht waren – und dort Leid erfahren haben. Für Schleswig-Holstein wird eine Anlaufstelle beim Landesamt für soziale Dienste in Neumünster eingerichtet. Betroffene sollen einmalig bis zu 9.000 Euro und ebenfalls einmalig bis zu 5.000 Euro Rentenersatzleistungen bekommen können.

Eckhard Kowalke, Vorsitzender des Vereins der ehemaligen Heimkinder in Schleswig-Holstein, nennt das einen "Witz." Damit gebe man sich nicht zufrieden. "Da sind Leute, die für ihr Leben beschädigt worden sind", sagt Kowalke. Er fordert neue Gespräche – und eine Aufarbeitung der Vorfälle.

Aufarbeitung geplant

Auch das Land ist an mehr Transparenz interessiert: Laut Staatssekretärin Langner soll es eine "systematische wissenschaftliche Aufarbeitung" geben. Es sei ein Signal für die Betroffenen, dass das, was sie erlebt hätten, auch zur Kenntnis genommen wird.

Medizinethiker verurteilen die damaligen Studien aus Schleswig. Professor Phillip Osten vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sieht eine "flächendeckende Anwendung von Haloperidol" im Schleswiger Krankenhaus durch die Untersuchung belegt. Das sei zur dieser Zeit leider nicht ungewöhnlich gewesen, so Osten. Dem Arzt gesteht er immerhin zu, selbst Zweifel am Sinn der Behandlung geäußert zu haben. "Hoch problematisch" findet Osten jedoch, dass der Arzt in einem anderen Test die Wirkung von Encephabol mithilfe von Blutabnahmen überprüfte – für eine Behandlung sei das nicht nötig gewesen. Für Osten ist klar: "Die Patienten dienten als Probanden eines Pharmaversuchs."


Medizinethiker: Hochproblematische Studien

Dieses Vorgehen ist aus Sicht von Professorin Alena Buyx besonders deshalb problematisch, weil es sich um Kinder und Jugendliche handelte. Die Medizinethikerin von der Uni Kiel verweist darauf, dass diese Gruppe besonders schützenswert ist – zumal es um Kinder mit psychischen Problemen – und um Heimkinder ging: "Eine Gruppe, bei der wir heute extrem vorsichtig wären, Forschung zu betreiben. Und wir würden das ausschließlich dann tun, wenn sichergestellt ist, dass das einen direkten Nutzen für diese Kinder hätte. Und dass es ihnen so wenig wie möglich schadet." Alena Buyx fordert, aus solchen Fällen zu lernen – und es heute besser zu machen.

Aus der Vergangenheit lernen. Das erhofft sich auch Sylvia Wagner. Die Pharmazeutin aus Krefeld hatte mit ihren Untersuchungen das Thema angestoßen. "Viele Kinder bekommen wieder Psychopharmaka, Ritalin zum Beispiel. Ich wünsche mir, dass man da eher andere Maßnahmen ergreift." Und auch die Diskussion um Versuche mit Demenzkranken findet Wagner vor diesem Hintergrund "erschreckend."

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Alles in Zusammenhang mit der (jetzt schon gelaufenen) in vorherigen Beiträgen erwähnten NDR.de - Schleswig Holstein Magazin Sendung vom 11.10.2016 um 19:30 Uhr.
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