Medizin und Gesundheit
Diabetes mellitus - (dt: "honigsüßes Durchfliessen")
Medizinischer Hintergrund:
Bei Diabetes handelt es sich um eine Schädigung der insulinbildenden Langerhansschen Inseln, die sich in der Bauchspeicheldrüse
befinden.
Insulin ist wichtig, um im Körper den Blutzuckerspiegel zu senken, indem Körperzellen zur Einfachzuckeraufnahme sowie die Leber zum
Aufbau von Stärke angeregt wird.
Man unterscheidet, ob kein Insulin gebildet werden kann, das ist dann Diabetes Typ 1 (Insulin Dependent Diabetis Mellitus = IDDM) oder
ob nur zu wenig gebildet werden kann. Dies nennt man Diabetis Typ 2 (Non Insulin Dependent Diabetis Mellitus = NIDDM).
Eine weitere Gruppe bildet die für uns weniger wichtigen weiteren Diabeteserkrankungen, wie sie z.B: durch Chemikalien oder Drogen
entstehen können (Typ 3).
Etwa jede dreißigste Mutter leidet in Folge ihrer Schwangerschaft an Schwangerschaftsdiabetis (GestationsDiabetes Mellitus= GDM, Typ 4),
die im Gegensatz zu den beiden vorangegangen Varianten meist zeitlich begrenzt ist.
Ursachen bei Typ 1 Diabetes:
- Veranlagung
- Übertriebene Hygiene bei Säuglingen
- Umstellung von Stillen auf Kuhmilch vor dem zweiten Lebensmonat
- Belastungen durch Schadstoffe und Medikamente
- Infektionskrankheiten (z.B. Mumps)
- Diabetes Typ 2
Ursachen bei Typ 2 Diabetes:
- Veranlagung
- Ernährungsfehler
- Hormonell bedingte Insulinresistenz
Warnzeichen für Eltern und Erzieher:
- Psychische und physische Leitungsknicks
- Müdigkeit, Schwindel, Ohnmacht
- Viel Durst, vermehrte Toilettengänge, wiedereinnässen
- Gewichtsabnahme
- Sehschwächen
- Schlechte Wundheilung
- Vermehrter Juckreiz
- Wiederholte Infektionen
Behandlung:
- Essverhalten bei Typ 1 bis 4
- Ausgewogene Ernährung
- 6 kleine Mahlzeiten
- Kontrolle der Kohlehydrate durch errechnen von Broteinheiten
- Medikamente
- Insulin spritzen bei Typ 1 und 3
- Orale Einnahme von Antidiabetika bei Typ 2 und evtl. 4
- Regelmäßiges Blutzuckermessen bei Typ 1-4
- Geregelter Lebensstil bei Typ 1 bis 4
Für den Notfall!
Bei Diabetes kann es zu gefährlichem Überzucker kommen, der bis zum diabetischen Schock führen kann.
Symptome hierfür sind: Durst, häufiges Wasserlassen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Wadenkrämpfe, Nervenschmerzen in den Beinen, Juckreiz der Haut,
schlechte Wundheilung, und Sehstörungenngewollte.
Ein diabetisches Koma kann man erkennen Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, schwere Atmung und "Obstatem".
Es kann aber auch zu Unterzucker (Hypoglykämie) kommen.
Hungergefühl, Zittern, eine blasse Haut, Kopfweh, Sehstörungen, Torkeln und Schwitzen können darauf hinweisen. Auch hier kann es bis zur
Ohnmacht führen.
Bei einem Ohnmachtsanfall infolge von von Diabetes ist wenn andere Sympotome nicht bekannt sind nicht genau auszumachen, ob es sich um
Überzucker (Hyperglykämie) oder Unterzucker (Hypoglykämie) handelt.
In diesem Fall sollte man
- Traubenzucker unter die Zunge legen
Unterzucker kann hierdurch ausgeglichen werden, während ein kleier Traubenzucker bei Überzucker nicht mehr viel ausmacht. Der Zucker
sollte unter die Zunge gelegt werden, da bei Ohnmacht sonst die Verschluckungsgefahr zu groß wäre.
- Notarzt rufen!
- Wenn möglich Blutzucker messen
Dadurch kann erfahren werden ob Über- oder Unterzucker vorliegt und somit die Möglichkeit weiterer Maßpnahmen geschaffen werden (vgl.
Behandlung)
Quellen und Links:
Graf, Dieter: Gesundheitserziehung im Kindesalter.Verlag Handwerk + Technik GmbH Seite 132 f.
http://www.diabetes-webring.de/
Auf dieser Website sind viele viele hochwertige Links zum Thema Diabetes aufgelistet.
http://diabetes-kids.de
Für Diabetes im Kindesalter gibt es extra Informationen auf dieser Seite. Es gibt auch menschliche Ansprechpartner die euch per Telefon
oder per Mail zur Seite stehen.
http://medizinfo.de und http://netdoktor.de
Seiten mit medizinischen Hintergründen zu Krankheiten, z.B. Diabetes
Tobias Schießer
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