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Donnerstag, 18. Oktober 2018

Meditation und Entspannung

Im Auge des Sturms

- Meditations- und Entspannungstherapie nach Doris Kirch© -

Schöne neue Welt!?

Bevor ich mich zu dieser Ausbildung entschloss, hatte ich schon längere Zeit festgestellt, dass sich unsere Gesellschaft offenbar in einem elementaren Umbruch befindet. Vieles von dem, was ich früher für unumstößliche Realität gehalten habe, ist im Wandel begriffen. Es handelt sich bei diesem Umbruch nicht um einen langsamen Prozess, sondern unvorhergesehene Ereignisse sowohl auf gesellschaftlicher als auch auf privater Ebene erschüttern unser bisheriges Weltbild. Werte und Normen, die bis zu diesem Zeitpunkt unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmt und Sicherheit vermittelt haben, lösen sich in Nichts auf. Die Herausforderung an uns alle besteht darin, neue Konzepte und Denkweisen auszuprobieren und das Alte durch zeitgemäßere Modelle zu ersetzen. Man braucht nicht viel Phantasie um sich vorzustellen, dass wir zu diesen Zeiten außerordentlichen psychischen Strapazen in Form von Verwirrungen, Verunsicherungen und Ängsten ausgesetzt sind. Nichts im Leben scheint derzeit noch Halt zu bieten. Manche Menschen vergleichen diesen Zustand mit dem Gefühl, sich in einem unkontrollierbaren Wirbelsturm zu befinden.

Lernen aus Schwachstellen

Doch nun die gute Nachricht: Es gibt nicht nur eine Ruhe vor dem Sturm, es gibt auch eine Ruhe im Sturm - nämlich genau in der Mitte - im Auge des Sturms.
Die Dozentin für Naturheilverfahren, Doris Kirch, hat den Zeitgeist erkannt und trägt ihm mit der von ihr entwickelten Ausbildung Rechnung. Sie erzählt, dass sie im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit zunehmend mit Menschen konfrontiert wurde, die an stressbedingten körperlichen und seelischen Symptomen litten. Bei den meisten blieben die Erfolge der an Volkshochschulen oder im Rahmen von Rehamaßnahmen erlernten Entspannungstechniken aus. Die von ihr daraufhin betriebene Ursachenforschung brachte ans Tageslicht, dass die entsprechenden anleitenden Therapeuten oder Meditationslehrer oft nur in einem oder zwei Verfahren kundig sind. Die Vorzüge und Anwendungen der von ihnen vermittelten Methoden werden den Anwendern offenbar oft nur unzureichend und unsensibel vermittelt. Lieblose informationsarme Anleitungen zum Autogenen Training oder zu Progressiver Muskelentspannung sorgen dafür, dass die Übungen zu Hause nicht weiter praktiziert werden und sich ihre heilsamen Wirkungen deshalb nicht vollständig entfalten können. Etliche der Klienten, die Doris Kirch aufsuchen, um sich von ihr beraten zu lassen, berichten davon, schon einmal auf ärztliches Anraten mit den oben genannten beiden Verfahren in Kontakt gekommen zu sein. Dass sie dennoch Hilfe suchen, liegt nicht an einer eventuellen Unwirksamkeit der Methoden, sondern daran, dass die Übungen zu Hause nicht weitergeführt wurden, da in den Klienten weder ein tief greifendes Verständnis noch eine Begeisterung dafür geweckt wurden.

Flexibilität durch Methodenvielfalt

Die Ausbildung in Meditations- und Entspannungstherapie nach Doris Kirch vermittelt eine Methodenvielfalt, die einem Therapeuten ein breites Anwendungsspektrum ermöglicht. Für die praktische Arbeit bedeutet das, dass man nicht die Einzelperson oder die Gruppe an die einzig beherrschte Methode anpassen muss, sondern dass man flexibel auf die Bedürfnisse der Klienten eingehen und passende Entspannungsformen anbieten kann. Was die vermittelten Methoden anbelangt, ist in den Ausbildungsunterlagen über die Lehrstunden unter anderem folgendes zu lesen: Übungen zur Körperwahrnehmung, Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Atem-Meditationen, dynamische Meditationen (z.B. meditativer Tanz), Klangmeditationen (Mantrasingen/Chanten/Klangschalenmassage), buddhistische Achtsamkeitsübungen im Alltag und eine Einführung in die Zen-Meditation.
Damit hat die Dozentin für Naturheilverfahren das Rad nicht unbedingt zum zweiten Mal erfunden. Es ist vielmehr die Symbiose der verschiedenen Methoden im Verbund mit einer soliden Therapeutenschulung und der Vermittlung von viel psychologischem Hintergrundwissen, die hier den besonderen Wert ausmachen.
Die Einsatzgebiete der Absolventen, die nach einer umfassenden Abschlussprüfung "auf die Menschheit losgelassen" werden, sind breit gefächert: Je nach Vorbildung oder beruflichen Zielen arbeiten sie anschließend im psycho-sozialen Bereich, im Krankenhaus- und Rehabereich, im Sportbereich, im Management oder auf dem naturheilkundlich-esoterischen Sektor. Die eine oder andere gibt Entspannungskurse an Volkshochschulen oder für Krankenkassen oder veranstaltet Frauenwohlfühlwochenenden, und einige haben sich mit einer Entspannungspraxis selbständig gemacht. Vermehrt finden sich Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen, die den hohen Wert von Zentrierung für die Jüngsten erkannt haben. Es gibt aber auch immer wieder Laien, die an der Ausbildung teilnehmen. Sie wollen verschiedene Meditations- und Entspannungsformen kennen lernen und ihre persönlichen Favoriten herausfinden, ohne dafür zahlreiche teure Seminare oder Kurse besuchen zu müssen. Außerdem interessieren sie sich für die psychologischen Hintergründe von Stress und hoffen, dem einen oder anderen Familienmitglied mit ihren Kenntnissen helfen zu können.

Psychologie und Meditation

Die Ausbildung hat einen positiven Nebeneffekt: Ich habe festgestellt, das sich durch die intensive Auseinandersetzung und das Üben sowie der Erfahrungsaustausch über die mehrmonatige Ausbildungszeit deutlich vertiefte Zentriertheit und Gelassenheit in mir entwickelt haben. Solche emotionalen Erfahrungen sind Doris Kirch wichtig, sie legt aber einen ebenso großen Wert auf die Schulung der psychologischen Hintergründe. Sie sagt, dass wir uns ohne nennenswerte Erfolge "zu Tode meditieren" können, wenn wir die psychologischen Muster nicht erkennen, die uns immer wieder in Stress- und Angstsymptome treiben. So lernen die Schüler, mit ihren Klienten Anti-Stress-Konzepte für einen heilsameren Umgang mit den Stressoren des Alltags zu erarbeiten.
Überraschend für mich und die übrigen Teilnehmer waren die inneren Prozesse, die durch die Arbeit mit uns selbst ausgelöst wurden. Mit viel Feingefühl haben die Dozentinnen Tränen und persönlicher Bewegtheit Raum gegeben, ohne den Unterricht davon beherrschen zu lassen. Durch das vertrauensvolle Miteinander wurden wir im Laufe der Monate zu einer "verschworenen" Gemeinschaft.

Im Schutz der Gruppe ist die eine oder andere einen bedeutungsvollen Schritt in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gegangen. Doris Kirch nannte Meditation einmal "sanfte Psychotherapie". Was am Anfang wie ein "nettes Hörspiel" in unseren Ohren klang, war zum Ende der Ausbildung tiefe Selbsterfahrung.

Ich hatte zunächst ein wenig Angst vor der Langeweile und den Überforderungsgefühlen, die sich bei mir stets dann einstellen, wenn es von der praktischen Arbeit zur "grauen" Theorie geht. Meine Überraschung war groß, als ich feststellte, dass der didaktische Aufbau der Ausbildung zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lies. Nach einigen eigenen frustrierenden Seminarerfahrungen hat Doris Kirch ihr Unterrichtskonzept didaktisch so entwickelt, dass es "ein lebendiges Beispiel dafür ist, dass effektives Lernen durchaus in einer entspannten, harmonischen Atmosphäre stattfinden kann".

Wenn einer etwas von sich gibtů

Die Kraft der heilsamen Kommunikation
Ihr Konzept beinhaltet noch etwas, das sie in ihrer langjährigen Berufserfahrung als elementar wichtig erkannt hat: Eine Einführung in die Kommunikationspsychologie und in die klientenzentrierte Gesprächsführung. Das Grundlagenwissen darüber, wie wir heilsam miteinander reden, hilft nicht nur Laien dabei, sich im Alltag selbstbestimmt und einfühlsam zu artikulieren - in ganz besonderem Maße ist dieses Wissen für Menschen notwendig, die mit anderen Menschen arbeiten. Viel zu oft werden Klienten im Praxisalltag missverstanden. Viel zu oft werden sie an ihrer Persönlichkeit vorbei diagnostiziert, interpretiert und etikettiert, und viel zu oft wird durch eine ungeschickte oder gar taktlose Gesprächsführung deren Integrität verletzt. Die Schulung über die Hintergründe von Reden und Zuhören dient dazu, im therapeutischen Bereich ebenso wie im Alltagsleben die Basis für eine stressfreiere Kommunikation zu schaffen.

Innere Freiheit und umfassendes Gewahrsein

Ich habe meine Ausbildung in Meditations- und Entspannungstherapie nach Doris Kirch im Jahr 2003 absolviert. Solide Fachkompetenz und eine meditative Haltung sind jedoch nicht die einzigen Resultate gewesen, die ich in dieser Ausbildung gelernt habe. Rückblickend kann ich feststellen, dass ich in dieser Zeit eine innere Öffnung erfahren habe, die es mir ermöglicht hat, sanfte Veränderungen in mir vorzunehmen. Im Austausch mit anderen Absolventinnen haben wir fast übereinstimmend festgestellt, dass die intensive Auseinandersetzung mit uns selbst zu mehr Ausgeglichenheit, einer Stärkung der Persönlichkeit und zu einer Herabsetzung von Angstgefühlen geführt hat. Bei sehr sensitiven Absolventinnen stellten sich sogar Gefühle der Verbundenheit mit allem Lebendigen ein, die zum Teil als "Gotteserfahrung" bezeichnet wurden. Eine Schülerin beschrieb die dabei auftretenden Gefühle als "Angebot des Lebens zu innerem Frieden". Wir führten diese inneren Veränderungen zum einen auf die Dynamik des Geborgenheitsgefühls innerhalb der Gruppe zurück, zum anderen aber auch auf die außergewöhnliche Sensibilität unserer Dozenten, die uns unsere Erfahrungen im Hinfallen machen ließen und stets zur Stelle waren, um uns wieder aufzuhelfen.

Ein Erfahrungsbericht zur Ausbildung in Meditations- und Entspannungstherapie nach Doris Kirch© von Andrea Braun

Weitere Informationen zur oben besprochenen Ausbildung finden Sie bei den Fort- und Weiterbildungenim Bereich Berufsbildung.

(ab)

 
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Adresse: http://www.erzieherin-online.de/medien/artikel/fachartikel/meditation.php
Letzte inhaltliche Änderung: 31.08.2005

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